Torten

I love soulfood. Oder: wie ich euch den Sonntag versüße…

Sonntags liege ich ganz gern very faul auf dem Sofa. Manchmal verlasse ich gar erstmalig gegen 14:00 Uhr das Bett. Sonntag ist Ruhetag. Ich nehme das ziemlich ernst und überlege, ob ich den Ruhesonntag für mich selbst zur olympischen Disziplin erkläre. Ich wette, ich würde unangefochten alle Goldmedaillen abräumen. Seid ihr auch Sonntagholics?

Sonntags haben die Geschäfte geschlossen, man kommt nicht in Versuchung, Geld für (un)wichtige Dinge auszugeben, herrliche Filme laufen im TV und ich habe Zeit. Zeit, die Seele baumeln zu lassen, Zeit zu “pinten”  und vor allem Zeit entspannt was Grandioses zu essen, was der Seele Streicheleinheiten für mindestens zwei Wochen schenkt.
Irgendwie ist das mittlerweile zum Ritual geworden. Im Sommer gönne ich meinen persönlichen Sonntagholic-Tagen immer eine Auszeit. Aber jetzt, wo ich zumindest wettertechnisch schon das Gefühl habe, der Herbst ist da, bin auch ich zurück, Sonntags, mit Soulfood auf meinem Sofa.

Heute habe ich euch mein Lieblingstörtchen mitgebracht, ein Espresso-Törtchen mit weißer Schokoladenfüllung. Hello HEAVEN!

törtchenzeit espresso torte

Das tolle: bereitet ihn doch schon freitags vor, sonntags wird er dann noch knallermäßiger schmecken – versprochen! Hier das Rezept für das unglaublich tolle Törtchen:

Ich habe zum Backen eine Silkonform, mit einem Durchmesser von 15 cm verwendet. Aus dem Rezept konnte ich dann ganz genau drei Böden backen.

Den Ofen auf 175 Grad, Umluft, vorheizen.

  • 90 g Butter
  • 250 g Zucker
  • 3 Eier
  • 120 g Creme Fraiche (bitte keine Light- Version)
  • 75 ml Pflanzenöl
  • 1TL Vanillextrakt, flüssig
  • 300 g Mehl, TYP 405
  • 2 TL Backpulver
  • eine Messerspitze Salz
  • 240 ml lauwarmer Espresso (ich habe dafür 2 EL Espresso-Pulver mit 240 ml Wasser aufgekocht)
  • 1/2 TL Espresso-Pulver zur Deko

Für die Füllung mit weißer Schokolade:

  • 115 g Butter
  • 85 g qualitativ hochwertige, weiße Schokolade
  • 300 g Puderzucker
  • 2 EL Creme Fraiche

1) Zunächst Espresso kochen und beiseite stellen.

2) In einer großen Schüssel Zucker und Butter für ca. 3 Minuten mit einem elektrischen Rührer hellgelb aufschlagen. Die Eier nach und nach hinzugeben und für weitere 2 Minuten verrühren.

3) Creme Fraiche in eine kleine Schüssel geben, Öl sowie das Vanilleextrakt mit einem Schneebesen unterheben, verrühren und anschließend zu der Masse in der großen Schüssel geben. Erneut mit dem Rührer vermischen.

4) Mehl, Backpulver und Salz zu der Masse geben und stetig weiter mit dem Rührer verrühren, bis sich eine gleichmäßig, homogene Teigmasse ergeben hat. Nun den Espresso schluckweise unterrühren, bis dieser sich komplett mit dem Teig verbunden hat. Der Teig wird ziemlich flüssig sein – darüber bitte nicht wundern.

Wenn ihr nicht mit einer Silikonform arbeitet, rate ich dazu, die Metallform/Springform mit Backpapier (auch am Rand) auszukleiden, so bekommt ihr ein schönes Ergebnis. Ich habe den Teig per Waage gedrittelt, damit ich die Böden einzeln backen konnte und diese nachher alle gleich hoch waren – das hat super geklappt. (Probieren geht über Studieren oder wie war das? hihi)

5) Jeden Boden habe einzeln ca. 30 Minuten gebacken- Stäbchenprobe nicht vergessen. Es sollte kein Teig am Zahnstocher kleben bleiben.

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten, dazu:

6) In einem kleinen Topf die Schokolade mit ganz niedriger Temperatur und ständigem Rühren zum Schmelzen bringen, dann beiseite stellen. In einer Schüssel die Butter hellgelb mit dem Rührer aufschlagen. Die Schokolade, sobald sie abgekühlt ist, hinzugeben. Creme Fraiche ebenfalls hinzufügen und erneut verrühren. Sobald sich die Zutaten verbunden haben, den Puderzucker hinzugeben und für ca. zwei weitere Minuten verrühren.

7) Wenn alle Böden komplett (und wirklich komplett) ausgekühlt sind, können diese mit der Creme dünn bestrichen werden. Ihr solltet nach dem Füllen noch 3/4 der Creme übrig haben. Dazu einen Boden auf Backpapier legen, bestreichen, Boden zwei auflegen, diesen wieder oben drauf bestreichen und Boden drei auflegen.

8) Dann mit einer Palette die Creme einmal um das Törtchen streichen. Ich habe das nicht deckend gemacht, so bleibt noch Creme für die Verzierung oben und es sieht auch hübscher aus.

9) Die übrige Creme (ca. 1/2) in einen Spritzbeutel füllen. Ich habe hier eine relativ kleine, feingezackte Sterntülle benutzt. Kleine Kleckse mit der Tülle von außen nach innen, dicht an dicht aufspritzen. Dies könnte nachher so ausschauen:

10) Hab dann flux noch bisschen Espressopulver mit einem kleinen Sieb drübergestreut.

Törtchenzeit Espresso Törtchen Aufsicht

So, ich bin raus. Hab noch ein Stückchen im Kühlschrank versteckt, das werde ich jetzt in bester Manier mit einem leckeren Latte Macchiato vertilgen.

espresso torte ein stück für mich

In diesem Sinne:

all you need is sweet- happy soulfood sunday!

Jessi

PS: in die Fotos bin ich diesmal besonders verknallt! DANKE, meine Amanda Berens!