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Frosting

Torten

Sonntagsliebe! Feierei mit einem Vanille – Blaubeertörtchen

Ich liebe Geburtstage. Alle Geburtstage von Freunden, der Familie und ja, zugegebenermaßen auch meinen Eigenen. Zum Eigenen pflegte ich bis zum Tag X meine ganz eigene Tradition. Ich suchte Geschenke. Ziemlich gute versteckte Geschenke. Kopfüber hing ich in diversen Schränken, Kisten, Truhen und kletterte auf Höhen, die nur mit einem Stuhl zu erreichen waren. Das Highlight meiner Ich-muss-die-Geschenke-unbedingt schon-vor-dem-Geburtstag-finden-Karriere nahm kurz vor meinem siebten Geburtstag seinen Höhepunkt an. Wie hatte ich auf den Mittag gewartet, als ich mich erfolgreich vor der Gassi-Geh-Runde durch Regen mit Hund und Mutter drücken konnte. Bereits vorher hatte ich einen ausgeklügelten Plan (so dachte ich zu diesem Zeitpunkt jedenfalls noch) bereitgelegt und wartete sehnsüchtig auf den Moment der Einsamkeit.

Nach kurzer aber intensiver Suche fand ich SIE. Das paar Rollschuhe (Rollschuhe, ihr junge Generation, das sind sowas wie Inlineskates 1.0). Meine Freude war ungebändigt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Kurzentschlossen und im offensichtlichen Adrenalinwahn schnallte ich die weißen Teile mit pinken Sternen um und fuhr durch die Bude, als hätte ich nie etwas anderes getan. Naja fast. Denn plötzlich stand meine Mutter auf der Matte und hatte mich eiskalt erwischt.

Warum ich den Quatsch um meine Vorliebe zu Sherlock Homes hier teile? Liegt ja nah: Es gibt was zu feiern. Dazu möcht‘ ich nicht nur mein neustes Lieblingsrezept für ein tolles Törtchen mit dir teilen (hui, das Teil ist so saftig, cremig und fruchtig zugleich, dass ich es kaum aushalten kann), nein, auch ein ziemlich schickes Geschenk liegt parat und zwar für DICH! Na wer hat denn nun Geburtstag? Sag ich dir: Farrow & Ball ! Wer das Bilderbuchunternehmen mit Traumfarben und Tapeten (alle haben will) nicht kennt, kann sich mal meine neulich frisch gestrichene Wohnzimmerwand anschauen. Seither neige ich dazu die gesamte Wohnung zu überholen, ach wie gern ich mich austoben würde!

Farrow & Ball hat nicht nur 70. Geburtstag (verdammt gut gehalten! ), nee, auch eine wundervolle neue retro Tapetenkollektion, mit der ich nicht nur Wände, sondern am liebsten direkt auch Geschenke und mich selbst einwickeln würde! Weißt du was? Drei Rollen kann sich der glückliche Gewinner davon aussuchen. Komm, aber jetzt erst mal ein dickes Stück Vanille- Blaubeertörtchen:

Vanille Heidelbeer Torte Törtchenzeit

und direkt hinterher, das Rezept (reicht für ca.12 ordentliche Stücke)

Zutaten für die Böden:

  • 500 g Mehl
  • 500 g Zucker
  • 500 g weiche Butter
  • 10 Eier
  • 200g Puderzucker
  • 200ml frischer Zitronensaft
  • 4TL Backpulver
  • 2 TL abgeriebene Zitronenschale (BIO)
  • 1 Mark einer Vanilleschote

Für die Blaubeerfüllung

  • 250 g Frischkäse (Vollfett)
  • 250 g Butter (Zimmertemperatur)
  • 125 g Puderzucker
  • 4 EL Heidelbeerpulver für Smoothies (das ist sowas hier)

Für das Frostig zum ummanteln:

  • 500 g Mascarpone
  • 250 g Frischkäse
  • 250 g Puderzucker

Werkzeuge:

  • Springform, Durchmesser 18-20 cm
  • Backpapier
  • Tortenbodenteiler (gibt’s für kleines Geld sogar in guten Supermärkten und ist eine Investion wert um die Böden schön glatt schneiden zu können)
  • Streichmesser (optional)
  • Teigkante

Törtchenzeit Vanille Blaubeer Torte

Den Backofen auf 175 Grad Umluft vorheizen.

Die Eier und den Zucker in eine Schüssel geben und mit dem elektrischen Rührer für 2 Minuten schaumig aufschlagen. Dann alle restlichen Zutaten hinzufügen und für ca. eine Minute gründlich auf geringer Stufe vermengen. Die Teigmasse in vier gleich große Teile trennen. Ich nutze dazu einen easy Trick: Ich wiege vor befüllen der Schüssel das Gewicht der Schüssel und mache mich dann an die Zubereitung der Tortenbodenmasse. Sobald diese fertig ist, stelle ich die Schüssel samt Inhalt auf die Waage, ziehe ich das Gewicht der Schüssel ab und teile die übrig gebliebene Grammzahl durch die Anzahl der Böden, hier sind es vier. Ganz gut oder?

Die Springform mit Backpapier auslegen und das erste Teigviertel hineingeben und für ca. 25 Minuten backen.Nach 20 Minuten Backzeit mit einem Zahnstocher mittig in den Teig stechen, bleibt noch Teig kleben, noch etwas weiter backen. Den Boden aus dem Ofen holen, zehn Minuten in der Form abkühlen lassen, danach aus der Form lösen und komplett auskühlen lassen. Auch die drei weiteren Böden nach dieser Methode backen.

Wenn alle Böden vollständig ausgekühlt sind, eventuell überstehende „Hubbel“ am Deckel mit dem Tortenbodenteiler sorgsam abschneiden, so dass vier gerade Böden entstehen.

Nun die Blaubeercreme zubereiten: Die Butter kurz aufschlagen, dann den Puderzucker löffelweise untergeben und immer wieder kurz vermengen, bis sich der Puderzucker gelöst hat. Dann nach und nach den Frischkäse zugeben, zum Schluss das Blaubeerpulver, gern auch mit dem Teilhaber immer wieder unterheben, bis sich das Pulver gelöst hat. Alle drei Böden mit einem gleichmäßigen Anteil der Creme bestreichen und aufeinandersetzen.

Nun die Creme zum ummanteln zubereiten: Mascarpone in eine Schüssel geben und Puderzucker hineingeben. Auf mittlerer Stufe ganz kurz mit dem elektrischen Rührer vermengen und den Frischkäse mit einem Teigheber unterheben, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist. Die Torte nun gleichmäßig mit Hilfe einer Teigkante ummanteln. Wer mag kann das Törtchen noch mit Blumen verziehen, oder einem Cake Topper oder oder!

img_8061bes Tortenstück Törtchenzeit

Und wie du jetzt an drei Rollen der neuen Kollektion kommst? Das ist ganz einfach: Bis zum 30.10.2016 kannst auch du ein tolles Geburtstagstörtchen für Farrow & Ball auf deinem Instagramaccount posten (die lieben Törtchen nämlich genauso sehr wie ich).

Verwende dafür einfach die Hashtags #TasteInColour und #törtchenzeitliebtörtchen und aus allen Teilnehmern suchen wir uns das tollste Törtchen heraus und senden dem Meisterbäcker drei Rollen nach Wahl aus der neuen Kollektion (Muster Arcade, Gable oder Enigma) im Wert von knapp 400,00 Euro zu. YAY! Die tollen Designs sind inspiriert von dem Jahrzehnt, in dem das Unternehmen gegründet wurde. OH wie schön! (Hast du gesehen, eine davon hängt nicht nur hinter meinem Törtchen, sondern liegt auch unter den Tellern oben)  (Teilnahme ab 18, für in Deutschland, Österreich und der Schweiz lebende Leser- Achtung Gewinnspiele können süchtig machen)

So, ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Geburtstag, da gibts nicht nur dieses Törtchen, sondern wieder Geschenke die ich suchen kann!

All you need is sweet,

Jessi

PS: Danke, an Farrow & Ball, nicht nur für eure wundervollsten Farben und Tapeten, nein, auch für diese Zusammenarbeit hier. Es war mir ein Fest!

PS 2.0: Danke Amanda, du wundervolle Fotografin, ich liebe es mit dir die Törtchen nach dem Shooting aufzufuttern!

PS 3.0: Wer diese Cake Topper gemacht hat? Die MACHEREI! So schön, filigran und einzigartig, kannste dir auch machen lassen, mit allem was du willst. HACH!

 

Anderes köstliches, Brot

Eine Geschichte aus alten Zeiten und einem Rezept für Karamell – Bananen – Walnuss Brot. Ich knie nieder!

Da sitze ich: Andächtig. Den Blusenkragen fein gebügelt. Lebenerfahrene 5 Jahre alt. Die Haare sind zu kurz für einen Dutt. Deshalb ist es nur eine Palme (die ich so sehr gehasst habe, dass ich sie jenen Tages kurzerhand mit der Gartenschere abschnitt). Meine Omi strahlt. Sie hat Bananenbrot gebacken. Und ich: Ich könnte heulen. Ich hass(t)e Bananenbrot. Der Geschmack war mir stets zu penetrant und irgendwie fand ich dieses Bananenbrot total unsexy. Ich wollte lieber Donauwelle. Oder Schwarzwälderkirsch oder irgendeinen anderen köstlichen Kram, frisch eingeflogen aus Kalorienreichhausen.

Neulich, ein paar (viele) Jahre später wünschte sich der heimische Herr Liebling: BANANENBROT. Ich fasse es nicht. Gefühlt war ich grade erst selbst alt genug um meiner Oma auf nettester Art und Weise klar zu machen, dass ich getrost auf ihr Bananenbrot verzichten könnte. Da war er. Der Tag X. Ich stellte mich hin und backte. Du ahnst es: BANANENBROT. Mit dem Ergebnis: Total unzufrieden. Nicht zufriedenstellende Backergebnisse lösen in mir eine Art Phobie aus. Bananenbrot NO 2 geht in den gewärmten Ofen. Besser. Besser ist aber nicht gut genug. Herr Liebling ist bereits im Bananenkuchenhimmel. Schwebt wie Garfield auf der Lasagnewolke durch die Küche und grinst. High vor gebackenen Bananenbrotgeruch. Ich backe: NO 3. Rieche nach sorgfältigem Feintuning der Zutaten am Brot und denke: „HEY, BABY, du riechst aber gut!“ Ich wage es. Probiere und FLIPPE AUS. Ich bin geheilt und stelle fest: Fortan ist ein Leben ohne Bananenbrot sinnlos. Genauer genommen ist es auch gar kein 08/15 Bananenbrot sondern die „unwiderstehliche Bananenbrot- Karamell-Walnuss Variante mit Mascarponefrosting“. Bananenbrot Karamell Walnuss Törtchenzeit

Was Oma schon wusste: Verwende stets gute Butter. Gute Butter ist das A und O beim Backen. Das ist so sicher wie das Armen in der Kirche. Das Pesto auf der Pasta. Basta. Deshalb bin ich Fan. Fan von Lurpark. Die Dänen die wissen nämlich wie man gute Butter macht und sie hübsch verpackt. Genau das richtige für so nen Foodie – wie mich. Oder dich. Deshalb hab ich mitgemacht und den netten Herren von Lurpak zwei, drei Fragen beantwortet.

Backzutaten Törtchenzeit Bananenbrot

Die wollten nämlich wissen, was es bedeutet ein Food Lover zu sein: Hey, im ernst. Leute. Guckt mich doch an, ich drapiere Lebensmittel, steche kleine Herzchen in Butter, stelle mich auf waghalsige Stuhlkonstruktionen, um das Ganze fotografisch festzuhalten und suche Lebensmittel im Supermarkt des Vertrauens nach der Schönheit ihrer Verpackung aus. Wo gutes drauf ist, ist auch gutes drin. Is so. Deshalb bin ich nen Foodie.

Und wenn es mal schnell gehen muss, was zauber ich dann?  Dann kauf ich Tortellini. Frische. Vom Italiener nebenan. Gefüllt mit Gorgonzola. Dann schwenke ich Sie in einer viel-mehr-als-nötigen Menge Butter, bis sie vor Glück goldbraun werden und schupse noch ein paar Salbeiblätter hinterher. Was willste mehr?

Dann fragten sie frecherweise noch, was ich koche, wenn der Tag nicht ganz so nett zu mir war (was natürlich nie nie nieeee passiert) : Dann gebe ich Gas und lenke mich mit Kochen ab. Oder backen. Mein herzhaftes Leibgericht: Süßkartoffelpüree, Rotweincharlotten und ein feines Stück Rinderfilet vom Lieblingsbauern ums Eck.

Und wisst ihr was? Mein chaotischtes Küchenerlebnis? Ich sage nur: Zimtschnecken und der Tag, an dem ich Zimt mit dem Pommesgewürz vertauschte.

Nun aber zack zack zum neuen Lieblingsrezept. Es hat mir mein Herzchen gebrochen.

Zutaten:

  • 3 Bananen, reif, geschält
  • 160 g Butter
  • 100 g brauner Zucker
  • 120 g Vollkornmehl
  • 100 g Weizenmehl Typ 405
  • 60 Walnüsskerne
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 2 EL Karamellbrotaufstrich
  • 3 Eier
  • 1/2 TL Salz

Für das Frosting:

  • 80 g Mascarpone
  • 3 EL Milch
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Banane
  • 1 EL Karamellbrotaufstrich

Werkzeug:

  • Backpapier
  • Kastenform ca. 20×10 cm

Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Die Form am Boden mit Backpapier auslegen. Die Seiten einfetten.

Butter mit Zucker in eine große Rührschüssel geben und für zwei Minuten mit dem elektrischen Rührer oder der Küchenmaschine schaumig schlagen. Die Bananen mit einer Gabel fein zerdrücken und alle anderen Zutaten, bis auf die Walnüsse hinzufügen. Für eine Minute vermengen, dann die Nüsse mit einem Löffel unterheben.

Den Teig in die Form geben und das Brot für ca. 35 Minuten backen. Das Brot in der Form auskühlen lassen und dann vorsichtig auslösen. In der Zwischenzeit das Frosting vorbereiten. Dazu die Mascarpone mit der Milch und dem Mark der Vanilleschote mischen und das Brot damit an der Oberseite bestreichen. Die Banane kurz vor dem servieren in dünne Scheiben schneiden und damit belegen. Mit einem Esslöffel Karamellaufstrich dekorieren. Wer jetzt völlig verrückt ist, gibt noch ein paar Flocken Fleur de Sel drauf, ich finde das schmeckt krachermäßig. Übrigens: Du kannst das Brot auch ohne Frosting machen- ist ja klar. Wenn du die Scheiben dann toastet und ein bißchen gesalzene Butter drauf gibst, könnte dich und deine Geschmacksnerven das ziemlich glücklich machen.  Bananenbrot Frosting Karmamell

Ps: Gestern stand ich vor Omis Türe. Mit meinem Bananenbrot. Sie hat keinen Ton gesagt, aber gegrinst wie ein Honigkuchenpferd.

Danke für die feine Kooperation mit LURPAK. Vor allem aber, dass ich für euch backen dürfte und zwar BANANENBROT. Ich scheine geheilt. YAY!

Probier‘ es doch mal, dieses Bananenbrot und lad‘ mich dann bitte ein. Hihi….

Mach es dir schön, es ist Sonntag. Und Ostern! Happy Eiersuche und die schönste Zeit, die du dir schnappen kannst.

All you need is sweet, Jessi.

Cupcakes + Muffins

Rezept für Lieblingslieblings-Lebkuchencupcakes mit flambierter Marshmallowcreme

Zwei feine Schüsseln parat gestellt, ein wenig gemischt, probiert und gewerkelt, schon ist der Duft dieser weihnachtlichen Gewürze omnipräsent. Das Haus förmlich geschwängert. Geschwängert von einem Duft namens Lebkuchengewürz. Ich verspreche meinen Dutt, gäbe es ein Parfüm in Duftrichtung „lecker Lebkuchen“, ich würde es erwerben. Mach mal die Äuglein zu, kannst du es riechen? Wieder ist es passiert, bereits im August bin ich das erste Mal ganz heimlich, still und leise an den ersten Lebkuchen vorbeigeschlichen, bei 28 Grad. Unerkannt unter der großen Familienpackung von Küchenrolle, hab ich die erste Packung in der Tiefe des Einkaufswagens verschwinden lassen. Peinlich berührt davon, dass ich Lebkuchen auch im August liebe.

Jetzt, Anfang Dezember – am ersten Advent – wird die große Lebkuchenliebe auch öffentlich zelebriert! In Kombination mit dieser wunderbar flufflig-flambierten Marshmallowcreme sind die kleinen Köstlichkeiten eine verdammt köstliche Schweinerei Herzensbrecher ohne gleichen. Erinnert mich das flambierte Marshmallhütchen fast noch an das letzte Lagerfeuer, raubt mir der fluffige Teig die letzten Nerven.

Lebkuchen Marshmallow Cupcake

Zutaten für 12 Stücke:

  • 320 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 2 TL Zimt
  • 1/2 TL frisch geriebenen Ingwer
  • 1/4 TL Nelkenpulver
  • 1 Prise Salz
  • 25 ml Sonnenblumenöl
  • 25 g Butter, geschmolzen
  • 100 g brauner Zucker
  • 120 g Zuckerrübensirup (braun)
  • 1 Ei
  • 100 ml warmes Wasser

Für das Frosting:

  • 175 g feinsten Zucker
  • 160 ml Wasser, kalt
  • 2 g Weinstein Backpulver
  • 3 Eiweiß (Zimmertemperatur und am besten Bio)
  • Mark einer Vanilleschote

Werkzeuge:

  • Backblech für Muffins/Cupcakes
  • 12 Muffinförmchen aus Papier nach Wahl
  • Spritzbeutel
  • große Tülle (ich habe hier eine offene Sterntülle verwendet)
  • Handflambierer (wer so ein tolles Werkzeug nicht zur Hand hat, sollte sich schnellstens einen anschaffen oder auf die Weihnachtswunschliste setzen) (Alternativ gehts auch mit der Grillstufe des Backofens)

toertchenzeit weihnachten

Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

Die Papierförmchen in die Mulden des Bleches geben. In einer großen Schüssel das Mehl, alle Gewürze für den Teig und das Backpulver mit einem Löffel gut vermengen. In einer zweiten Schüssel die geschmolzene Butter, das Öl, den Zucker, das Zuckerrübensirup und das Ei mit dem elektrischen Rührer auf hoher Stufe für 1 Minute vermengen. Nun abwechselnd das Mehlgemisch und das Wasser unter rühren hinzugeben, bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist. Den Teig nun gleichmäßig auf die Papierförmchen verteilen, so dass sie ca. zu 3/4 gefüllt sind, in den Ofen geben und für ca. 18-22- Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen! Bleibt noch Teig am Zahnstocher kleben, brauchen die kleinen Köstlichkeiten noch ein, zwei Minütchen Wärme.

In dieser Zeit das himmlische Marshmallow-Frosting vorbereiten. Zunächst einen Topf mit Wasser auf den Herd geben und das Wasser zum kochen bringen. Dazu den Zucker, Wasser und Weinstein Backpulver in die Schüssel geben. Die Eier trennen und das Eiweiß jeweils ebenso hinzugeben. Mit dem Rührer (oder der Küchenmaschine) leicht schaumig aufschlagen.

Die Schüssel über das kochende Wasser halten und die Masse mit einem Schneebesen non stop verschlagen. Jetzt sind starke Arme gefragt: Rühre solange, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Das merkst du daran, wenn du ein wenig der Masse zwischen zwei Fingern reibst. Merkst du keine Körner mehr, ist die Masse perfekt.

Nun die Schüssel vom Wasserbad wegnehmen und für ca. 10 Minuten weiter mit dem Rührer (oder der Küchenmaschine) steif schlagen. Die Masse ist perfekt, wenn sie glänzende Spitzen zieht. Zum Schluss das Mark der Vanilleschote unterziehen. Marshmallowfrosting in einen Spritzbeutel füllen und auf die Cupcakes geben. Mit dem Flambierer und mit ca. 15-20 cm Abstand vorsichtig flambieren. Jetzt schnell schmecken lassen, bevor sie alle weg sind!

cupcakes Toertchenzeit Lebkuchen

Das flambieren des schaumigen Hütchens bereitet mir stets größte Freude, einmal in Flambierfahrt geraten, kann ich fast nicht stoppen. Messer, Gabel, Scher‘ und Licht – sind für kleine Kinder Duttfrolleins nichts.
Deshalb Augen auf beim Flambierspaß. In meinem jugendlichen Flambierwahn bin ich bereits stolzer Besitzer flambierter Hortensien und Küchenhandtücher geworden, weil ich die Stärke der Flamme minimal unterschätzte. Kann ja mal passieren….

SO. Happy 1. Advent to you, mach es dir schön! (Tipps gegen vorweihnachtlichen Stress gibts hier) Ich bin jetzt mal offline, muss Lebkuchenparfüm suchen, sag mir bescheid, wenn du welches gefunden hast, ja?

All you need is sweet, Jessi.

Torten

Espresso-Schoko Torte mit schokoladigem Kardamon Frosting und ein Weihnachts – Schlachtplan

Du sagst dir : „Es ist genug Zeit. Noch 30 Tage“. Lässig denkst du: „Ich bin die reinste Coolness und Gelassenheit im ganzen Weihnachtsbusiness.“  Sogar die Weihnachtsdeko hängt schon mindestens seitdem die ersten in Alufolie umwickelten und Weihnachtsmannform gegossenen, schokoladigen Köstlichkeiten im Supermarktregal stehen. „Was soll mir jetzt noch passieren?“ Entspannt lehnst du dich zurück und siehst dem hektischen Vorweihnachtsstress gespannt vom Sofa zu, als würdest du dir grade eine Folge deiner Lieblingsserie anschauen.

Die Geschenke warten nur noch darauf in das hübscheste Geschenkpapier gehüllt und feierlich überbracht zu werden. Das festliche Menü steht bereits seit 3 Monaten und du hast alles miniziös geplant, ja sogar dein Outfit existiert schon, zumindest in deinem Kopf. Du denkst dir: „Oh wow, warum hat dieses Frollein mit Dutt mich hier beschrieben?“ HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! Du gehörst zu der seltenen Spezie der „Vorweihnachtlichen-Organisationsstreber“. Man munkelt, dass diese Spezie quasi non-exzitent ist, bzw. höchstens ein paar wenige Individeen von ihr existieren. Hach! Schätz‘ dich glücklich und entspann dich weiter.

Die 98 restlichen Prozent – eingenommen mir – sind ähnlich tiefenentspannt, stellen aber frühstens 6 Tage vor dem Weihnachtsfest sehr panisch fest, dass weder ein Menü, ein Bäumchen („ist ja noch eeeeeewig Zeit“) oder gar Geschenke („online bekommt man doch alles von heute auf morgen“) organisiert sind. It’s never too late! Für dich erarbeitet: Ein Notfallschlachtplan. Yes Baby!  Ich rolle das Ding von hinten auf und schlage zur mediativen Einstimmung dieses Törtchen vor. Ohne zu Übertreibungen neigen zu wollen: Das kleine schokoladige Ding ist wohl eins der geschmackstvollsten Backwaren, die meinen heimischen Backofen je verlassen hat. Das Törtchen hat es in sich, da hat sich Schoki in Espresso und Schmand verknallt (i swear, auch für nicht Kaffeetrinker ein Schmaus) und sich zart mit einer sündigen Schoko-Kardamon Creme ummantelt. Ja ok, diätet wird später. Die paar Kalorien machen den Weihnachtsspeck um die eigene Hüfte auch nicht fett.

Schokoladen Espresso Kardamon Torte Toertchenzeit

Durch ihr wundervolles Röschen-Muster verzeiht nicht nur unebenheiten aus dem Backvorgang, sondern lässt hungrige Münder offen stehen. Sie lässt sich wunderbar jetzt backen. JETZT? Ja jetzt. Zumindest der größte Teil. Die Böden lassen sich nämlich wunderbar entspannt einfrieren. Was willst du mehr? Die geforeren Böden holst du ganz easy einen Tag vor dem geplanten Verzehr aus der Truhe, lässt sie in alle Ruhe auftauen und füllst sie dann mit der Creme von der diverse Personen bereits geneigt waren, diese aus dem Spritzbeutel zu trinken *

*diese Begenbenheit beruht auf einer wirklichen Geschichte – Namen dürfen aus Personenschutzgründen nicht genannt werden

Schau, so einfach kann es gehen. Süßer Weihnachtskracher: CHECK.

Hier jetzt noch weitere, sehr exklusive Anti- Stress Tipps rund um das Thema „Weihnachten kam dieses Jahr wieder so plötzlich“- die du JETZT oder noch später einsetzen kannst.

-Obacht bei der Wahl des Festmahls. Wer denkt, dass Ravioli aus der Dose ein vollwertiges, selbstzubereites Abendmahl sind, der sollte sich am heiligen Abend nicht mit einer Weihnachtsgans oder ähnlichen arbeits-und Zeitaufwendigen Gerichten anlegen. Ein Weihnachtsessen mit Kartoffelsalat und Würstchen kann genauso köstlich rocken!

– Den Einkaufzettel schreiben: Diesen vorzugsweise im Köpfchen nach Abteilungen sortieren, trainiert nicht nur den Geist, sondern spart unendlich Zeit, weil du nicht kreuz und quer durch die Regale jagst. 

– Die Supermarktpforten niemals, aber auch niemals zwischen 09:00 Uhr – 12:00 Uhr betreten. Da herrscht Supermarkt-Happy-Hour.  Besser: Wecker stellen, early-bird like bei Öffnung in den Supermarkt flitzen und  nicht nur über leere Kassen, sondern auch die beste Ware freuen.

–  Den Mann auf die Jagd nach dem perfekten Baum schicken (zugegeben, bedarf Vertrauen, viiiiel Vertrauen, aber geht) (und ist so männlich männlich männlich) . Oder: JETZT das Bäumchen aussuchen und vom Mann (am Tag X) abholen lassen. Erspart: Stress, Kräfte und Bäumchen, die keiner mehr will, weil sie dem schiefen Turm von Pisa gleichen („Sorry Liebling, gab nichts anderes mehr)“.

– Zeit nutzen: Staus oder Bahnfahrten sind Zeitspender: Seh es positiv. Dank wundervoller Apps lassen sich noch einzigartige und sehr persönliche Geschenke wie Kalender (Omi freut sich immer drüber) oder Handyhüllen mit den schönsten Erinnerungsfotos bequem via App bestellen. So easy!

– Fürs nächste Jahr: Bereits hinhören, wenn kleine Wünsche der liebsten ausgesprochen werden (ja, auch schon im Juli), notieren und entspannt die Wunschliste vorm Fest parat liegen haben- klappt sowas von gut!

– Und das Wichtigste: Sinn fürs Wesentliche: Nicht vergessen: Weihnachten ist schön, besinnlich und das Fest der Liebe!

Toertchenzeit Foodstyling Weihnachten

Nun aber, endlich, das Rezept für meinen neuen Liebling. Ich sags dir: Das hübsche Röschen-Muster ist viel einfacher zu machen als du denkst. Trau dich!

Rezept für ca. 10-12 Stücke

Zutaten:

  • 200 g Zartbitterschokolade (mind. 70% Kakaoanteil)
  • 480 g Mehl
  • 4 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 1 Messerspitze Kardamon, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 240 g weiche Butter
  • 100 g Zucker
  • 120 g brauner Zucker
  • 6 Eier
  • 250 g Schmand
  • 400 ml frisch gebrühten Espresso

Für die Creme:

  • 200 g Zartbitterkuvertüre
  • 300 g Butter (Zimmertemperatur)
  • 450 g Puderzucker (gesiebt)
  • 100 g Backkakaopulver
  • 7 EL Sahne (flüssig)
  • 1/2 TL Kardamon, gemahlen

Werkzeug:

  • Backform Silikon oder Metall, Durchmesser 18-20 cm
  • (ev. Backpapier zum auskleiden der Metallform)
  • Spritzbeutel mit Sterntülle (diese sollte nicht sooo klein sein, ich habe diese genutzt)

Den Ofen auf 170 Grad, Umluft vorheizen

Die Schokolade in einen Topf geben und bei geringer Hitzezufuhr unter stetigem rühren schmelzen, sonst brennt sie zu schnell an. Beiseite stellen und abkühlen lassen.In einer Schüssel das Mehl, Natron ,Salz  und Kardamon mischen. Die Butter in eine zweite Schüssel geben und beide Zuckersorten hinzufügen. Mit dem elektrischen Rührer für ca. 2 Minuten aufschlagen.Die Eier nach und nach hinzufügen und weiter cremig rühren. Den Schmand hinzugeben, ebenso die flüssige Schokolade, erneut verrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Dann schluckweise den abgekühlten Espresso hinzufügen. Zum Schluss die Mehlmischung peau a peau untergeben. Für eine Minute vermengen.Den Teig in drei Portionen teilen und die Böden einzeln, für je ca. 35 Minuten backen.

In dieser Zeit die Creme vorbereiten. Die Kuvertüre in einen Topf geben und bei niedriger Temperatur unter rühren vorsichtig zum schmelzen bringen, sobald diese geschmolzen ist, beiseite stellen. Die Butter in eine Schüssel geben und mit dem Rührer cremig aufschlagen, dies dauert ca. 2 Minuten. Nach und nach den Puderzucker hinzufügen, ebenso das Kakaopulver und den Kardamom. Solange vermengen, bis die Masse glatt ist. Die geschmolzene Schokolade hinzugeben, erneut kräftig verrühren. Zum Schluss die Sahne hinzugeben und nochmals für 2 Minuten rühren. Danach sofort in den Kühlschrank stellen.

Die ausgekühlten Tortenböden nebeneinander legen. Den ersten Boden ca. 1 cm dick mit der Creme bestreichen, zweiten Boden aufsetzen, Verfahren wiederholen. Dann die gesamte Torte dünn ummanteln, dies gelingt super mit einer Teigkante.

Die Torte für 30-45 Minuten in den Kühlschrank geben. Die restliche Creme in einen mit einer Sterntülle versehenen Spritzbeutel füllen. Auf dem Deckel der Torte beginnen, von innen nach außen kleine Röschen zu spritzen. Dafür den Spritzbeutel am besten parallel, mit 1cm Abstand zur Torte halten und von innen nach außen kreisförmig arbeiten. Sollte die Creme zwischenzeitlich zu flüssig werden, kann man sie zwischenzeitlich für 5 Minuten ins Gefrierfach legen.  Das Törtchen nach dem gleichen Prinzip wiederholt dekorieren. Einzelne Lücken kann schließt man mit einzelnen Tupfen der Sterntülle.

Rezept Schokoladen Espresso Torte Toertchenzeit

So, jetzt atme durch. Ist doch alles ganz easy und gar nicht so stressig. Weihnachten ist so so schön! Freu dich drauf!

Ach ja: Das Törtchen lässt sich natürlich auch außerhalb der Weihnachtszeit backen und vernaschen, jetzt, später, zu Geburtstagen, wann immer du magst.

Happy baking, all you need is sweet. Jessi.

PS: Danke, herzallerliebste Amanda, du hast das Törtchen von seiner allerschönsten Seite festgehalten!

Torten

Whoop Whoop Winterträumchen: Rezept für die feinste Orangentorte mit Karamellcreme

Die Orange hat’s ja in unseren Breitengraden oft nicht leicht. Duftet sie so herrlich, erlebt man oft nach mühsamer Schälerei die herbe Enttäuschung. Nicht süß genug, viel zu sauer oder gar trocken wie eine alte Rosine, die du in der Sofaritze gefunden hast. Es bedarf einem guten Auge, expliziter Lebensmittelkunde und einem feinen Näschen, um die feinsten Exemplare aus der Qual der Wahl zu fischen. Auch die Assoziation im Rahmen der in der Frauenwelt gefürchteten „Orangenhaut“ verleiht ihr nicht grad mehr Sexiness.

Zeit, eine Winterlanze für das doch eigentlich ganz schön hübsche und fotogene Früchtchen zu brechen. Man muss nur wissen wie. Einige Jahre Orangenerfahrung und kiloweise Verkostungen machten mich zum Expertus Orangus. Dicke Schale, die leicht auf Druck nachgibt und ein kräftiges Orange mit einem Duft, der dich in herrliche Sommerstädte am Rande von Italien oder Spanien trägt, sobald du die Augen schließt, sind feine Indizien für ein Exemplar par excellence.

Zugegeben: Das Vitamin C Bömbchen baut nicht nur eine schöne Abwehrwand gegen fiese Wintergrippereien, sondern ist auch ein unterschätzter Allrounder. Pur auf dem heimischen Sofa, in Kombination mit dem morgendlichen Frühstückchen oder im Duett mit diversen (alkoholischen) Getränken. UND: Im unschlagbaren Team mit Karamell. Hast du noch mehr Verwendungszwecke? Dann her damit! Mein Gaumen sagte mir: Orange und Karamell, verpackt in einem easy peasy Törtchen, den Teig entspannt am Vortag gebacken, herrlich aromatisch und irgendwie auch ein wenig crazy. Genau mein Ding.

Orangentorte Toertchenzeit

Wer gern hoch stapelt, ist hier genau richtig. Aber Achtung! Der köstliche Orangen-Teigboden und diese  Karamellcreme könnten dich ein großes Stück naschen lassen wollen, noch bevor du bis drei zählen kannst.

Hallo Beauties? Wie schön seid ihr denn? Germanys next Top Orange!

Orangen Rezept Toertchenzeit

So, hier gehts zum Rezept. Für ein Törtchen, mit ca. 12-15 Stückchen

Zutaten:

  • 500 g Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Abrieb 1 Bio-Orange (etwas für die Deko behalten)
  • 300 g Zucker
  • 8 Eier
  • 500 g Mehl

Für die Karamellcreme:

  • 150 g Butter
  • 200 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
  • 250 g Puderzucker
  • 50 ml Karamellsoße

Werkzeuge:

  • Spring-oder Silikonform mit 18-20 Durchmesser
  • Spritzbeutel mit großer Lochtülle (z.B. diese in 14mm)

Ofen auf 160 Grad/ Umluft vorheizen. Butter mit dem Vanillezucker, Orangenabrieb un dem Zucker in einer großen Schüssel mti dem Rührer ca. 2 Minuten schaumig rühren. Die Eier nach und nach zugeben. In einer zweiten Schüssel Mehl und Backpulver vermengen und ebenfalls nach und nach zur Ei-Buttermasse geben. So lange rühren, bis ein glatter Teig entstanden ist.

Die Teigmenge dritteln und die Böden einzeln für je ca. 30 Minuten backen. (Mettalformen unbedingt mit Backpapier auskleiden). Alle Böden nach diesem Schema backne und komplett auskühlen lassen. In dieser Zeit die Creme für das Törtchen vorbereiten. Dazu die Butter in eine Schüssel geben und für ca. 1 Minute aufschlagen. Dann den Frischkäse hinzufügen und erneut 1 Minute lang vermengen.

Puderzucker hinzugeben und verrühren, bis eine glatte Masse entstanden ist. Dann die Karamellsoße mit einem Löffel unterziehen und in den Spritzbeutel mit Tülle füllen. Diesen dann für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
Wenn alle Böden komplett ausgekühlt sind, kannst du beginnen, dass Törtchen zu verzieren. Sollten die Böden „Hubbel“ beim Backen bekommen haben, kann man diesen mit einem Faden oder einem scharfen Messer glatt abschneiden. Den ersten Boden bereitlegen, dann mit dem Spritzbeutel und der Lochtülle beginnen, das Törtchen zu verzieren. Von außen nach innen kleine, dicht aneinanderliegende Punkte auftragen. Den verzierten Boden in den Kühlschrank stellen, damit die Creme aushärtet. Mit dem zweiten Boden genauso vorgehen. Den Dritten Boden mit der Seite die in der Form unten lag, ebenfalls mit Punkten verzieren. Kurz vor Verzehr die Böden auf einander stapeln. Wer mag bestreut das Törtchen noch mit den zurückgehaltenen Orangenhobeln.

Fertig ist es, das kleine Wintertörtchen.

Orangentorte closer Foodfotografie Toertchenzeit

Jetzt noch einen frisch gebrühten Kaffee oder gar einen kuschelig warmen Kakao und ab mit dir und dem Stückchen Törtchen aufs heimelige Sofa. Mach es dir schön, genauso wie du es magst!
Ich hoffe du magst es, das kleine Orangentörtchen, ich weiß jetzt schon: Sie und ich – Eine ganz große Lovestory und gleichzeitig Törtchen 2 von 3 aus dem neuen „Edeka mit Liebe“ Magazin. Das erste Törtchen aus der Serie findest du HIER.

Hab den schönsten Sonntag,

all you need is sweet, Jessi.

 

PS: auch diese wunderbaren Bildchen hat meine liebste Amanda geschossen, hach! Danach ist sie selbstlos über die Torte hergefallen, hihi. Die beiden anderen Törtchen und feine Tortentipps findest du in der akutellen Ausagbe des Edeka Magazins : „Mit Liebe“, schau doch mal rein!

Torten

Winterkracher: Das wohl saftigste Rezept für ein fantastisches Bratapfel – Zimtbutter – Törtchen

Die Review-Taste kurz gedrückt beame ich auf August zurück. Eigentlich sollte Sommer sein, so um die 30 Grad Celcius. Gut, das hat schon mal besser geklappt. Umso easier sich mit melodischer Hilfe von „last christmas“  inklusive Frühhörrekord am 23. August auf das Schönste aller Feste einzustimmen. Lebkuchen check. Tannenzweige check. Weihnachtsgewürze check.

Da stehen sie. Die DREI Stars des Tages, wie aus dem Ei gepellt, in schönster Aufmachung. Mit Zutaten zum schmelzen. Espresso, feinste Schoki, Bratapfel, Zimt, Kardamon und Orange sind nur einige der vielversprechenden Hauptdarsteller. Sie warten darauf ihre kalorienreichen Kurven vor die Linse schieben zu dürfen um sich im besten Lichte ablichten lassen zu können.

Jetzt – Mitte November ist es soweit: 132 Seiten stark, liegt sie schnittig gut in der Hand und die junge Frau suggeriert dir mit ihrem hübschen Lächeln „komm rein, mach’s dir schön“. Das ist sie. Die neue „Edeka mit Liebe“, das feinste Kundenmagazin des Lieblingssupermarktes. Weihnachten. Geburtstag. Silvester. Nicht zu toppen durch: HEUTE. Verrückte Aufgeregtheit, größter Stolz und feines Glück, eine um mindestens 5cm gewachsene Körpergröße (juhu endlich größer als Silvi Meis) und Vorfreude auf die nächsten 3 Wochen haben mich in der letzen Nacht kaum schlafen lassen. Warum? Weil die drei winterlichen Lieblingslieblingstörtchen eine eigene Törtchenstrecke bekommen haben. Darüber hinaus: Tolle Tortentipps (ja du kannst das!!) und sogar ein klitzekleines Duttfrollein Foto von mir. HACH! Ich sag doch: Wie Weihnachten heute.

Edeka mit Liebe Torte Bratapfel

Den Anfang macht direkt eine neuentdeckte Kracherkombi: Das unfassbar saftige Bratapfel-Zimtcreme Törtchen, dass dich garantiert dahin schmelzen lässt. Die Böden lassen sich wunderbar am Vortag vorbereiten und mit der schnell gemachten Zimtcreme präsentiert sie sich den Gästen von ihrer köstlichsten Seite. Diese Kombi passt so unfassbar perfekt zusammen wie Susi & Strolch, Pommes & Majo und Dick & Doof. Hier, nimm dir ein Stückchen….

Torte Toertchenzeit Weihnachtstorte

Damit auch deine Liebsten in winterliche Törtchenlaune bringst, hier das Rezept: Für ein Törtchen, Durchmesser 18-20 cm , ca. 12 Stücke

  • 300 g Butter
  • 6 Eier
  • 120 g Zucker
  • 200 g brauner Zucker
  • 300 g Apfelmus (z.B. gut & günstig)
  • 2 TL Zimt
  • 1 Vanilleschote
  • 2 EL Rosinen (optional)
  • 360 g Mehl
  • 3 ½ TL Backpulver
  • 3 TL Natron
  • 3 geriebene Äpfel
  • Etwas Zitronensaft

Für die Creme:

  • 400 g Butter
  • 350 g Puderzucker
  • 150 g Sahne, flüssig
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 6 Zweige Rosmarin

Werkzeuge:

  • Backform, Silikon oder Metall (falls eine Metallform verwendet wird, diese mit Backpapier auslegen).
  • Durchmesser  18-20 cm
  • Teigkante

Weihnachten Rezept Törtchenzeit

Den Ofen bei 170 Grad Umluft vorheizen.

Die Butter in einen Topf geben und bei mittlerer Hitzefuhr auf dem Herd zum schmelzen bringen, danach beiseite stellen. Die Eier und beide Sorten Zucker in eine Schüssel geben und mit dem elektrischen Rührer für ca. 2 Minuten aufschlagen. Die Butter nach und nach unter rühren hinzugeben.

Das Apfelmus in einen Topf geben, Zimt und das Mark der Vanilleschote, sowie ggfs. die Rosinen hinzufügen und kurz aufkochen, darauf achten, dass es nicht anbrennt, beiseite stellen.

Mehl, Backpulver und Natron mischen und löffelweise unter die Eiermasse rühren. Erneut vermengen.  Alle Äpfel bis auf den Kern fein reiben und mit Zitrone beträufeln. Das abgekühlte Apfelmus und die geriebenen Äpfel mit einem Löffel oder Teigheber gleichmäßig unter den Teig heben. Die Teigmasse dritteln und nacheinander in der Form für je ca. 40 Minuten backen.

In dieser Zeit die Creme vorbereiten, damit wird die Torte gefüllt und ummantelt. Dafür die Butter in einen Topf geben und bei mittlerer Temperatur schmelzen. Solange weiter erhitzen, bis die Butter eine leicht-goldgelbe Farbe angenommen hat. Die Butter in eine Schüssel geben und für ca. 40 Minuten in den Kühlschrank stellen, bis sie leicht stockt. Die Butter mit dem Rührer kräftig aufschlagen, bis sie cremig wird, dann Puderzucker und Sahne, sowie Zimt hinzufügen und nochmals kurz aufschlagen. Die Creme nochmals für 30 Minuten in den Kühlschrank geben.

Die ausgekühlten Tortenböden nebeneinander legen. Den ersten Boden ca. 1 cm dick mit der Creme bestreichen, zweiten Boden aufsetzen, Verfahren wiederholen. Dann die gesamte Torte dünn umanteln, dies gelingt super mit einer Teigkante. Die Torte für 30-45 Minuten in den Kühlschrank geben. Dann mit der restlichen Creme ummanteln. Mit den Rosmarinzweigen verzieren. Ist sie nicht hübsch?

Bratapfel Torte Zimtcreme Toertchenzeit  Hach. Ich schwelge immer noch auf der Zimtwolke. Wer hier das größte DANKE verdient: AMANDA.  Sie hat diese drei Grazien so unglaublich wundervoll in Szene gesetzt, mir bleibt immer noch die Spucke weg, du bist der Wahnsinn! Natürlich auch einen Kuchenknicks an EDEKA, dass ich mich so wild austoben dürfte und ich die Ehre hatte so eine tolle Törtchenstrecke zu bekommen!

Mach es dir heute schön, ich freue mich schon so sehr auf nächste Woche und Teil 2: Easy peasy Orangentörtchen (den Orange ist sooooo WINTER) mit Karamellcreme, die mich wirklich schwach macht.

Mach es dir schön, mit Törtchen, Heftchen, backen und all dem, was dich happy macht!

All you need is sweet, Jessi.

 

 

 

Cupcakes + Muffins

Eine sommerliche Liebe zwischen Kokos, Kirschen, Cupcakes und einer möglichen Traumreise

Das jährliche Déjà-vu hat eingesetzt. Zwischen Reisekatalogen, Wettdrehen des heimischen Globus, tausend Inspirationen, die ich seit Ewigkeiten sammele, steht sie bevor: Die wohl schwierigste Entscheidungn in Sachen Luxusproblemen eines jeden Jahres. DIE URLAUBSPLANUNG. Wo andere sich freuen, setzt bei mir das Grauen ein. Ich sitze hier: Zwischen Münsterland und Mauritius, zwischen Schwarzwald und San Fransisco, zwischen Paderborn und Peru.

Um in diesem Jahr die Entscheidung auf einen zeitlichen, möglich minimalen Rahmen einzugrenzen, habe ich bereits kulinarisch eingestimmt. Der Duft von Kokos macht es mir möglich, mich schneller als ich selbst gucken kann, gedanklich an die schönsten Strände der Welt zu beamen. Unter Palmen gelegen, mit einem Drink in der Rechten, garniert mit einer Kirsche und einem dieser hübschen Miniatur-Sonnenschirmchen. „Come on over have some fun, dancing in the morning sun…“ summe ich still und heimlich vor mich hin und beiße zu.

Kokos Kirsch Cucpakes Toertchenzeit

Grundsätzlich bin ich bereit im Urlaub so wie wenig wie möglich zu machen. Aktionen wie „strandwenden“, „übermäßige kulinarische Nahrungsaufnahme“, sowie „um die Wette dösen“ gehören im Urlaub zu meinen besten Königsdiziplinen. Sogar das Verfassen von Urlaubskarten (zum Leidwesen der Daheimgebliebenen) scheint mir übermäßig anstrengend und unsinnig. „URLAUB TOLL, KARTE VOLL“ titele ich mit viel Ach und Krach auf drei extrem wichtige Karten, die ich in 80% der Urlaubsfälle erst in Köln NACH dem Urlaub in den Briefkasten werfe. Vorher schaffe ich es meist nicht.

Nun ja, frage mich ganz bewusst: Warum um Kuchens willen, kann sich eine Urlaubsentscheidung soooo lange hinziehen. Das ist ganz einfach. Der Geschmacksnerv in Sachen Urlaubsplanung liegt im Hause Törtchenzeit soweit auseinander wie Hummer und Currywurst.

– Ich bin ein Strandkadaver, mehr brauche ich nicht. Ist mehr da, auch gut. Aber bitte nicht zu viel davon.

– Herrn Liebling wirds nach 36 Minuten am Strand langweilig. Er möchte nichts verpassen und neigt auch nicht zum übermäßig-unnötigen entspannen.

Nun dachte ich mir, dass DU mir vielleicht nach Schilderung meiner Problematik helfen könntest. Wie heißt dein liebstes Fernreise-Ziel? Ein bisschen Action, hinreißendes Futter und ein Strand wie in der Werbung mit diesen weißen Kokoskugeln ohne Schokolade (erinnerst du dich?) und das ganze bereisbar im Dezember. Ich bin doll gespannt, was du aus dem Ärmchen schüttelst!

kokos kirsch cupcakes toertchenzeit zwei

Aber zunächst das feine Rezeptchen für karibische Fernträumerei:

Zuaten für 12 Cupcakes:

  • 120 g Mehl
  • 120 g Zucker
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 45 g Butter
  • 120 ml Kokosmilch
  • 1 Ei
  • 12 Kirschen, entsteint (gerne frische, nicht aus dem Glas, geht aber zur Not auch)

Für das Frostig:

  • 250 g Mascarpone
  • 75 g Frischkäse (Doppelrahm)
  • ca. 100 g geriebene Kokosnuss (beim Backbedarf)
  • 1 Messerspitze pinke Lebensmittelfarbe (Gelfarben)
  • 12 Kirschen

Werkzeug:

  • Muffinblech
  • 12 Cupcake Förmchen (ich habe hier diese benutzt)
  • ggfs. Spritzbeutel mit Lochtülle (lässt sich aber auch mit einem Löffel auftragen)

Backofen bei 160 Grad, Umluft vorheizen.

Die Kirschen entsteinen und beiseite legen. Mehl zunächst mit Zucker und Backpulver in einer Schüssel geben und vermengen. Die Butter hinzugeben und solange mit dem Rührer verrühren, bis diese sich aufgelöst hat. Die Kokosmilch mit dem Ei in einen Behälter geben und gut vermischen. Dann zur Mehlmischung geben und solange vermengen, bis ein homogener Teig entstanden ist.

Die Cupcake Förmchen in die Mulden des Muffinbleches legen und jeweils zu 2/3 mit dem Teig befüllen. Die Kirschen jeweils in die Mitte des Teiges drücken. In den Ofen geben und für ca. 22 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen: Bleibt der Teig am Zahnstocher kleben, backe die Cupcakes noch zwei, drei Minuten länger. Bleibt nichts mehr haften, sind sie fertig.

In der Zwischenzeit das easy peasy Frosting vorbereiten: Mascarpone und Frischkäse in eine Schüssel geben, kurz aber kräftig aufschlagen (willst du das Frosting mit einem Spritzbeutel auftragen, fülle es nun ein). Bis die Cupcakes vollständig ausgekühlt sind, darf das Frostig gern im Kühlschrank warten.

Kokosraspeln mit Lebensmittelfarbe einfärben. Dazu einfach ein, zwei Tropfen zu den Raspeln geben und vermengen. Frosting auf die Cupcakes auftragen (ich habe hier eine Lochtülle genutzt um einen möglichst „hohen Turm“ zu spritzen) und mit den Kokosraspeln bestreuen. Kirsche aufsetzen. Da ist es: Dein kleines Glück, das nach dem großen Urlaub schmeckt. Hach, so einfach kann es sein.

Ich vertilge schnell noch ein Exemplar und hoffe mit deiner Hilfe auf eine schnelle Entscheidung mit maximaler Vorfreude.

aufgegessen klein

Hab den wundervollsten Sonntag, mach es dir schön. Ich schau mir ein paar Urlaubsfotos an.

All you need is sweet,

Jessi.

 

PS: Bist du am 28.06. in Essen dabei, wenn mein liebstes Duttfrollein Dani, Anja wunderbar von Butiksofie und ich in der Villa Smilla für DICH backen?

PS 2: Fotos: selbstgemacht 🙂

Cupcakes + Muffins

Erdbeere hoch zwei: Mit sagenhaft fluffigen Erdbeercupcakes und meiner liebsten Limonade + große Überraschung

Ein betroffenes Gesicht mit verständnisvoller und leicht betroffener Miene schüttelt zaghaft mit dem Kopf und signalsiert mir damit: Nein Frau H. (ich) es gibt noch keine Erdbeeren. Das war im Januar, Februar, im März und auch noch bis letzte Woche so. Der April, der macht, was er will. Gut, dass dieser außerordentliche eigenwillige Monat gerade seine letzten Tage zählt und ich abgesehen von Weihnachten, meinem persönlichen Highlight des Jahres – der Erdbeersaison – wie wild entgegenfiebere.

Erdbeeren Toertchenzeit

Jeden Samstag morgen, wenn ich mich auf die zum Glück sehr, sehr kurze Strecke zu unserem kleinen Veedelsmarkt mache, starre ich bereits eingangs auf den Obst- und Gemüsestand meines Vertrauens. Fortan werde ich nicht mehr enttäuscht, denn da sind sie: Erdbeeren – my love. Und plötzlich mutiert die auf nur 169 cm gewachsene Jessi mit ihren zwei menschlichen Armen zu einer Oktupsartigen, achtarmigen Erdbeerkrake, die sich – in der Menge gesehen – die Ernte eines kompletten Erdbeerfeldes sichert.

Bereits auf dem Rückweg mache ich mich über die erste Schale als Naschwerk her und plötzlich nehme ich (obwohl high-end Fußfaul) unzählgie Umwege in Kauf, um die heimliche und voreilige Verzehrzeit auf das maximale herauszögern zu können. Wer aus unerklärlichen Gründen kein Liebhaber des roten Früchtchens ist, für den wird es jetzt schwierig. Leider sehe ich mich genötigt, nicht nur meine persönliche Erdbeersaison einzuläuten, sondern auch die dieses Blogs. Deshalb kredenze ich dir heute gleich zwei feine Rezepte rund um die Lieblingsbeere. Spätestens jetzt höre ich den virtuellen Aufschrei meines Lieblingsmarktfachverkäufermannes: „Die Erdbeere ist doch gar keine Beere! Sie gehört doch zur Familie der Sammelnussfrüchte.“ Weisste bescheid. Und ich auch.

So entschied ich mich vorest für ganz köstliche Cupcakes mit einem himmlisch-wölkchenartigen Frosting (wie schön wäre es denn eigentlich, wenn Wölkchen rosa wären?)

Erdbeer Cupcakes Toertchenzeit

Hier erstmal das Rezept für ein Dutzend Cupcakes (12 Stück)

Für den Teig:

  • 240 g Mehl (TYP 405)
  • 260 g Zucker
  • 2 1/2 TL Backpulver
  • 80 g Butter (Zimmertemperatur)
  • 240 ml Buttermilch
  • 2 Eier
  • Mark einer Vanilleschote
  • 12 Erdbeeren, entkelcht und geviertelt

Für das Frosting:

  • 175 g feinsten Zucker
  • 160 ml Wasser, kalt
  • 2 g Weinstein Backpulver
  • 3 Eiweiß (Zimmertemperatur und am besten Bio)
  • 6 Erdbeeren, püriert
  • 1 EL Puderzucker

Werkzeug:

  • 12 Muffinförmchen
  • Muffinbackblech
  • Pürrierstab
  • Spritzbeutel
  • Spritztülle (ich habe eine Lochtülle verwendet)
  • Sieb

Toertchenzeit Erdbeer Marshmallow cupcakes

Backofen auf 170 Grad, Umluft vorheizen.

Mehl, Zucker, Backpulver und Butter in eine Schüssel geben und solange mit dem Rüher vermengen, bis sich die Butter aufgelöst hat. Die Buttermilch mit den Eiern in eine Schüssel geben, gut verrühren (das klappt wunderbar mit einem Schneebesen) und dann das Vanillemark hinzugeben.

Die Buttermilchmasse zu der trockenen Masse geben und erneut mit dem Rührer vermengen, bis ein homogener Teig entstanden ist. Pro Förmchen eine Erdbeere hineingeben und den Teig gleichmäßig auf die Förmchen verteilen und für ca. 18 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen. Cupcakes beiseite stellen, auskühlen lassen.

In dieser Zeit das himmlische Marshmallow-Frosting vorbereiten. Zunächst einen Topf mit Wasser auf den Herd geben und das Wasser zum kochen bringen. Dazu den Zucker, Wasser und Weinstein Backpulver in Schüssel geben. Die Eier trennen und die Eiweiße ebenso hinzugeben. Mit dem Rührer (oder der Küchenmaschine) leicht schaumig aufschlagen.

Die Schüssel über das kochende Wasser halten und die Masse mit einem Schneebesen non stop verschlagen. Jetzt sind starke Arme gefragt: Rühre solange, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Das merkst du daran, wenn du ein wenig der Masse zwischen zwei Fingern reibst. Merkst du keine Körner mehr, ist die Masse perfekt.

Nun die Schüssel vom Wasserbad wegnehmen für ca. 10 Minuten weiter mit dem Rührer (oder der Küchenmaschine) steif schlagen. Die Masse ist perfekt, wenn sie glänzende Spitzen zieht. Dann das Erdbeerpürre mit einem Löffel unterheben.

Das Frosting nun in den Spritzbeutel (mit Tülle) geben und die Cupcakes damit verziehren.

Toertchenzeit Limonade

Und weils so gut schmeckt noch das Rezept für meine liebste leckerschmecker Limonade, damit kannste nicht nur dich selbst erfrischen, sondern auch alle, die du ganz glücklich machen willst (falls du in der Lage bist zu teilen).

Rezept für ca.1 Liter Leckerschmecker Erdbeerlimo mit Minze und Zitrone

  • 500 Erdbeeren
  • 2 Zitronen
  • 3 EL brauner Zucker
  • 3 Stiele Minze
  • Eiswürfel (nach Gusto)
  • 750 ml Sprudelwasser

Werkzeuge / außerdem:

  • Gläser
  • Strohhalme
  • Pürrierstab
  • Sieb
Die Erdbeeren waschen und entkelchen. Die Erdbeeren in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürrierstab zerkleinern. Die Zitronen halbieren, die Kerne entfernen und auspressen. Das Erdbeermus mit Zucker und dem Zitronensaft mischen. Die Minzblätter sehr fein hacken und zu dem Erdbeermuss geben.
Das Erdbeermuss durch ein Sieb streichen. Die aufgefangene Masse auf die Gläser verteilen und mit dem Mineralwasser aufschütten. Eiswürfel nach Wunsch hinzugeben.

Ich warne dirket vor: Aufgrund der Vorratsanschaffung könnte dies nicht das letzte Rezept in diesem Jungen Jahr gewesen sein. Call me Erdbeerholic. Mit Sahne, Eis, als Eis, als Drink im Gebackenen oder auch gar herzhaft kombiniert bin ich verrückt nach ERDBEEREN. Und wie magst du sie am liebsten?

Wie war das? Das Beste zum Schluss? Is so! Ich rate dir ganz dringend, dass folgende Datum freizuhalten, um egal wie, sei es via Bahn, Auto, zu Fuß, mit dem Hottahü oder gar per Raketenexpress nach Köln zu kommen, denn da haben mein geliebtes Duttfrollein Dani und ich eine ganz schön köstliche Überraschung für euch !

Duttfrolleins save the date

Wie was wo warum? Das erzähle ich dir schon ganz bald! Hauptsache: You save the date!

Happy sunday,

all you need is sweet,

Jessi.

 

PS: Ich bin ganz verknallt in die tollsten Gläser von Blueboxtree, sind die nicht schön? Das feine Tablett auf dem ich die Cupcakes zum servieren platziert habe, habe ich HIER entdeckt.

 

Fotos der Rezepte: selbstgemacht:

Duttfrollein Foto: wundervolle Amanda Berens

Cupcakes + Muffins

Tiramisu Cupcakes: Oh amore! Wo warst du all‘ die Jahre?

Oh amore, mach’s dir gemütlich. Auf einem Teller, neben mir und setze dein schönstes Lächeln auf. Bei mir bist du in guter Gesellschaft. Es ist um mich geschehen. Kennst du das? Plötzlich kommt der Zeitpunkt in deinem Leben, da probierst du etwas zum zweiten, dreiten oder gar vierten Mal und fragst dich: „Ernsthaft, wie konnte ich xyz Jahre meines Lebens ohne dich verbringen“. Ist mir passiert. Neulich. Mit Tiramisu. Klingt verrückt – ist auch so. Ich mag keinen Kaffee und meist esse ich schon bei der Hauptspeise so viel, dass mein Magen mir eindeutig signalisiert: Bis hier her und keine Kalorie weiter!

Aber am Tag x, da traf ich es. Das Tiramisu meines Lebens. Meine bitterbösen Erinnerungen an seine Vorgänger warf ich über die Auflaufform und fühlte mich wie auf Wolken. Hach, warum musste ich so lange auf diesen Tag warten?

Gefühlsüberschwingt trittst du den Heimweg an, mit einer leichten Note von Espresso und Amaretto gefüllt. Eine Kombi, der ich bisher nicht viel Können zugesprochen hatte. Du kannst einfach nicht aufhören an das Tiramisu zu denken.  Weil ich fortan träumerische Tiramisu Nächte hatte, musste die besagte Kombi in Form eines Cupcakes auf meinen Teller. Nun stehst du hier, strahlst mich an und wartest darauf, dass ich dich sehr gern zusammen mit einem Glas eisgekühlter Milch oder alternativ einen Schaumtraum von Milchkaffee vernasche. Komm, husch noch schnell vor die Linse amore, damit die anderen auch was davon haben!

Tiramisu Cucpakes Törtchenzeit

Wenn auch du dir einen schönen Nachmittag mit einer Köstlichkeit à la bella italia machen willst, dann probier doch mal dieses Rezept aus. Geht nämlich ganz schön zackig:

Werkzeuge:

  • Muffinbackblech
  • 12 Cupcakeförmchen aus Papier
  • ggfs. Spritzbeutel und eine Tülle (habe eine große Sterntülle verwendet)
  • Sieb zum bestäuben der Cupcakes

Für 12 Cupcakes:

  • 150 g Butter, Zimmertemperatur
  • 150 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier
  • 8 EL Milch
  • 240 g Mehl
  • 1,5 TL Backpulver
  • 1 EL lösliches Kaffeepulver
  • 1,5 EL Amaretto *hicks

Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

Die Butter mit dem Zucker und dem Salz mit der Küchenmaschine oder dem Rührer in einer Schüssel schaumig rühren. Die Eier nach und nach unterrühren. Die gesamte Masse für knapp 2 Minuten weiter verrühren. Dann die Milch hinzugeben und solange vermengen, bis die Milch sich vollständig mit dem Teig verbunden hat.

Mehl und Backpulver in eine Schüssel geben, vermengen und löffelweise unter den Teig geben. Amaretto in eine Schüssel geben und das Kaffeepulver darin unter rühren auflösen. Die Masse unter den Teig mischen. Cupcakes für ca. 18 Minuten (Stäbchenprobe nicht vergessen) in den Ofen geben. In dieser Zeit das schnellste Frosting der Welt vorbereiten:

Für das Frosting:
  • 250 g Mascarpone
  • 80-100 g Puderzucker (nach Gusto) – gesiebt!
  • etwas Kakaopulver zum bestäuben

Mascarpone vorsichtig aufschlagen und Puderzucker löffelweise untergeben und solange vermengen, bis das Frosting eine schöne, homogene Konsistenz hat.

Nun kannst du das Frosting auf die ausgekühlten Cupcakes auftragen – mit einem Spritzbeutel oder auch mit einem Löffel – ganz wie du es magst!

Und nun sag ich nur noch: buon appetito!

solo Tiramisu Törtchenzeit

Macht es euch schön, denn all you need is sweet!

Jessi ♡

 

 

Cupcakes + Muffins

Soulfood sunday. Klappe die dritte mit herzerwärmenden Bratapfelcupcakes

Hörte man es gestern erstmalig leise, aber doch irgendwie sehr deutlich das erste Mal die berühmt-berüchtigte-jetzt-ist-bald-Weihnachten-Melodie „Last Christmas“ leuten? Sie muss es sein. Ich bin aus dem Häuschen. Obligatorisches Kopfschütteln aus diversen Reihen, wenn der Lieblingssender DEN Song spielt, ignoriere ich mit weltallerbester, vorweihnachtlicher Laune weg. Ich bin bereit für Weihnachten, das Ganze drum und ran. Wetter, Vorfreude, Geschenke, das geliebte zu Hause einen weihnachtlichen Dekorationsoverkill zu verpassen und natürlich…. Soulfood an den schönen Tagen trotz meist grauen Himmel zu verspeisen.

Hach. I am in love mit dieser Vorweihnachtszeit. Immer wieder.

Ich bin ja ein Bratapfellover ohne Gleichen. Ich mag ihn einfach. Den guten, alten Bratapfel. Schnell und zuverlässig zubereitet, zaubert er doch Foodies aller Alterklassen ein maximales Grinsen ins Gesicht. So auch mir – jedes und jedes Mal wieder und wieder und wieder und wieder. In abgewandter Form habe ich ihn euch heute für euch mitgebracht, den kleinen Bratafpelbruder. Den Bratapfelcupcake. Ich warne nicht vor übermäßigen Verzehr, der garantiert nach der unmittelbaren Herstellung eintreten wird, denn isst du sie nicht, wird es garantiert jemand anderes sehr schnell erledigen *ich weiß wovon ich rede*.

Bratapfel Törtchenzeit

Anbei, das lecker schmecker Rezept für 12 Cupcakes:

Zutaten für den Teig:

  • 120 g Mehl
  • ½ EL Backpulver
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 120 g Zucker
  • 40 g Butter
  • 120 ml Buttermilch
  • 1 Ei
  • ½ TL Vanilleextrakt
  • ½ Apfel (z.B. Braeburn)
  • ½ Zitrone

Zutaten für das Frosting:

Zehn kleine Spekulatiuskekse (können natürlich auch selbstgebacken sein, Omi hat bestimmt noch ein tolles Rezept)

  • 200 ml Sahne
  • 75 g Puderzucker

Für die Verzierung

  • ½ Apfel (z.B. Braeburn)
  • 1 TL Apfelsaft
  • 2 EL Rosinen
  • Eventuell weitere 12 kleine Spekulatius zur Zierde, aber nicht notwendig.

Werkzeuge

  • 12 Cupcakeförmchen aus Papier. Hier wurden hellbraune verwendet, aber auch rot oder weiß macht toll als Gewand
  • Muffinblech
  • Spritzbeutel
  • Offene Sterntülle, 15 mm oder Tülle nach Belieben, Hauptsache nicht allzu klein, die Öffnung sollte mindestens 1,5 cm betragen

Den Backofen auf 170 Grad, Umluft vorheizen.

Für den Teig das Mehl, den Zimt, das Backpulver, den Zucker in eine Schüssel geben, Butter mit einem Messer würfeln und ebenfalls zu den anderen Zutaten geben. Mit dem Rührer auf mittlerer Stufe so lange rühren, bis sich die Butter aufgelöst hat.

Die Buttermilch in einen kleinen Behälter füllen, Ei aufschlagen und dazugeben und mit einer Gabel kräftig verrühren. Dann den Vanilleextrakt ebenfalls hinzugeben, erneut verrühren.

Die Flüssigkeit unter Rühren nach und nach zu der Mehlmischung geben, bis ein schöner, zähflüssiger Teig entstanden ist.

Den Apfel schälen, entkernen und in sehr kleine Würfel schneiden, mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit er nicht braun wird. Die Würfel mit einem Löffel unter den Teig heben.

Die Cupcakeförmchen in die Mulden des Bleches stellen und ein wenig mehr als halb voll füllen. Für ca. 18 Minuten in den Ofen geben. Stäbchenprobe nicht vergessen.

Während der Backzeit das Frosting vorbereiten. Dazu die Spekulatius mit einem Mixer (oder in einem Gefrierbeutel und mit Hilfe einer Teigrolle) sehr fein mahlen.

Sahne mit dem Rührer steif schlagen. Sobald die Sahne fester wird, nach und nach den Puderzucker einrieseln lassen. Spekulatius vorsichtig mit einem Löffel oder Spachtel unter das Frosting heben. In einen Spritzbeutel mit Tülle füllen. Sobald die Cupcakes vollständig abgekühlt sind (sonst läuft das Frosting weg), die Creme aufspritzen. Nachdem alle Cupcakes ihr Häubchen haben, noch einmal kurz in den Kühlschrank stellen.Nun die restlichen Apfelstücke in einem Topf geben, Apfelsaft und Rosinen zufügen und ca. 7–10 Min. einköcheln. Die Apfelstücke sollten nicht mehr fest sein, aber auch nicht zerfallen.

Cupcakes aus dem Kühlschrank holen und mit einem Löffel vorsichtig etwas von der Apfelmasse auf das Frosting geben. Wer möchte, kann das kleine Bratapfelspektakel noch mit einem kleinen Spekulatius on top verzieren.

soulfood tannen Törtchenzeit

Ein paar Bratapfelcupcakes und ganz schön glückliche Gesichter später ist es dann heut so weit: Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.

Ich wünsche Euch den köstlichsten Bratapfel-Sonntag, lasst es Euch herrlich schmecken, denn:

All you need is sweet.

Happy erster Advent,

Jessi