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Marrakech for Foodies

Hej Hej, schön, dass du auch hier mitliest! Törtchenzeit hat nicht nur ein neues Kleidchen alias Make over verpasst bekommen, nein, das hier ist nämlich auch noch brandneue Törtchenzeit Kategorie „Foodie Reisen“. Das ich ein kleiner Reisejunkie bin, daraus mach ich kein Geheimnis und das ich von Herzen ein Foodie bin- daraus auch nicht. Während der Herr des Hauses die Reiseroute der nächsten Destination plant, habe ich bereits mindestens zwei handvoll Restaurants und Cafés gefunden, die ich unbedingt auf der Reise besuchen möchte. Warum ich dir erzähle? Weil ich dich ab sofort mitnehmen will. Auf Reisen. In all‘ die schönen Restaurants und Cafés. Klingt logisch oder? Ich möchte Reiseführer für Foodies schreiben und ganz „nebenbei“ auch Rezepte aus fernen Ländern mitbringen. Zack, bist du mit mir mittendrin, im bunten Treiben von Marrakesch, dorthin hat mich nämlich Kayak eingeladen, YAY! Schau mal bei Instagram, unter dem Hashtag #KAYAKHacksMarrakech, dort findest du noch mehr tolle Tipps, mit der sich was feines planen lässt. Bei „la famille“ (42 Riad Zitoun Jdid)  mitten in einer der hunderten Souks habe ich nicht nur den unfassbar fantastischen Salat gegessen, nein, sondern sogar das Rezept für den Kichererbsen- Erdbeersalat mit rote Beete, Minze, Feigenmarmelade und Ziegenfrischkäse abluchsen konnte und für euch im Gepäck habe:

Das perfekte Sommersalädchen zauberst du so:

Zutaten für 4 ordentliche Portionen:

  • 250 g Kichererbsen (wer es mal schneller braucht, kann auch die aus dem Glas nehmen, diese müssen nämlich nicht eingeweicht werden)
  • 1 Knolle rote Beete
  • 2 EL Olivenöl + 3 EL Olivenöl
  • 4 TL Feigenmarmelade
  • 125 g Erdbeeren
  • 1 handvoll Minze
  • 2 Zweige Thymian
  • 125 g Ziegenfrischkäse
  • Salz
  • Pfeffer

Die Kichererbsen nach Packungsbeilage einweichen, kochen und komplett abkühlen lassen. Die rote Beete schälen und in kleine Würfel schneiden, in eine Schüssel geben, Olivenöl untermengen und auf ein Backblech geben. Das Ganze für 25 Minuten bei 170 Grad garen.

Die fertige rote Beete nun unter die Kichererbsen heben, dann das Dressing anrühren. Dazu die anderen beiden Esslöffel Olivenöl mit der Feigenmarmelade zusammen geben und am besten mit einem elektrischen Rührstab ordentlich vermengen, bis eine homogene Flüssigkeit entstanden ist. Das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken und unter die Kichererbsen-Beete Mischung geben. Den Thymian von seinen Stielen befreien, ebenfalls die Minze und beides untergeben. Für mind. 30 Minuten durchziehen lassen.

Die Erdbeeren waschen, und halbieren und auch zum Salat geben. Nun den Salat auf der gewünschte Platte oder ähnlichem anrichten, und mit zwei Teelöffeln kleine Nocken des Ziegenfrischkäses dekorieren.

So, mit dem Salädchen auf dem Schuss kannst du dich jetzt den restlichen Foodie Tipps für Marrakesch widmen:

Wir haben uns bereits vorab per E-Mail um die Reservierungen in den jeweiligen Restaurants gekümmert, was nicht nur easy war, sondern auch Stress spart und einen Platz garantiert, die sind spontan gesehen – zumindest im Nomad (1 Derb Aarjan, Rahba Lakdima), La Familia und Le Jardin (32 Souk Jeld Sidi Abdelaziz)- am Abend eher spärlich.

Im Nomad kann ich besonders den Lammburger und dann Buchweizen-Kichererbsen Salat mit der Arganöl-Avocado empfehlen, das selbstgebackene Brot ist ein Träumchen:

Natürlich habe ich auch gesteigertes Interesse, feine süße Köstlichkeiten zu finden, die Besten, die ich finden konnte gab bei “ La Patisserie de la Terrasse Des épices“ (15, Souk Cherifia, Sidi Abdelaziz)

 

Die Preise für die kleinen Gepäcke sind wirklich verrückt günstig, wenn man bedenkt, dass sie handgemacht sind und jedes Stück ein Unikat ist. Schaut auch unbedingt mal im darüber liegenden Restaurant “ Terrasse des Epices “ vorbei, die Dachterasse ist der Knaller und hat mich wirklich zum staunen gebracht! Besonders die gemischte, orientalische Vorspeisenplatte macht Kirmes im Gaumen, ebenso die homemade Zitronenlimo.

 

Und sonst so? Geschlafen haben wir im RIAD Olema & Spa, ein wunderschönes Riad, in toller Lage mit einer Dachterrasse, die dir einen wahnsinns Blick über die Stadt erlaubt. Die Zimmer sind großzügig und so sauber, dass man vom Fußboden essen könnte. Könnte, hihi.

Gebucht habe ich die Flüge und auch das Hotel mit Hilfe der Kayak App, zum ersten Mal übrigens. Richtig gut, der Gatewechsel am Flughafen Frankfurt wurde frühzeitig via Info über die App angezeigt, was sicherlich einige Meter und Stress gespart hat, so was mag ich ja!

Du willst noch mehr von meiner Reise wissen? Dann schau mal ins Interview mit Kayak* (klick*)

Vielen Dank an Kayak, für die feine Kooperation, über die ich mich sehr gefreut habe, dennoch möchte ich darauf hinweisen, dass meine Meinung nicht käuflich ist!

Schnapp‘ dir den schönsten Sonntag,

all you need is food,

Jessi.

Brot, Herzhaft

Es gibt Brot Baby! Doppelte Rezeptpower mit Parmesansticks & Sesam Pain d’epi

Und zack isser da. Der Sommer. Zumindest für ein paar Tage lässt er sich blicken, das schöne Ding. Schneller als es dein Einkauf erlaubt, wird der Grill angeschmissen und das schöne Leben auf dem Balkönchen zelebriert. Entscheidener Partygast einer jeden Grillage (alias Grillparty / BBQ/ Brutzelparty/ Völlerei): Das Brot. Für so manch einen Banausen die unterschätzte Sättigungsbeilage, für mich ebenso so wichtig wie ein feines Stück Fleisch und Grillgemüse. Damit auf deinem (Grill)-Teller keine gähnende oder gar gekaufte Langweile herrscht, habe ich sie. Sie? Ja! Die vier Brotrezepte, die in diesem Sommer der Kracher auf deinem Teller werden. Jetzt aber ran an den Speck das  Brot, es geht los. Mein Liebling sind diese kleinen Parmesansticks. Die schmecken zum Grillen. Logo. Aber weißt du wozu noch? Zu einem guten Film am Abend (mit oder ohne Gläschen Wein) und auch zu einem Picknick. Oder eine schrecklich lange Auto-oder Zugfahrt. Ach weißt du was? Die gehen eigentlich immer. Und überall:

Parmesan sticks minzdip grillen törtchenzeit

Was für für 20 Parmesansticks brauchst?
Zutaten:
  • 125ml Wasser, lauwarm
  • 21 g frische Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 175ml Milch, 3,8%
  • 2 EL Olivenöl + 3 EL Olivenöl
  • 425 g Mehl, Typ 405 + 3-4 EL
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Parmesan, fein gerieben
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz & Pfeffer
  • Backpapier
  • Für den Minzdip:
  • 125g Quark, 20% Fettgehalt
  • 125g Schmand
  • 1 TL Weißweinessig
  • 4 Zweige frische Minze
  • Salz
  • Pfeffer
und so wird’s gemacht:
Zunächst den Teig für die Teigstangen vorbereiten. Dazu das Wasser in eine Schüssel geben, Hefe hinein bröseln und Zucker hinzugeben. 10 Minuten stehen lassen und dann mit einem Schneebesen verrühren, bis sich die Hefe und der Zucker aufgelöst haben.
In einer zweiten Schüssel die Milch und das Olivenöl vermengen und mit zu der Hefemischung geben. Eine große Schüssel bereit stellen und das Mehl, sowie Salz hineingeben und dann die Mischungen aus beiden Schüsseln hinzugeben. Die
Masse für ca. 5 Minuten mit den Händen oder kurz mit dem elektrischen Knethaken der Küchenmaschine vermengen.
Den Teig nun auf die bemehlte Arbeitsfläche geben (nutzen Sie zunächst nur 2 EL, ist der Teig zu klebrig, geben Sie das restliche Mehl nach) und den Parmesan auf den Teig geben. Den Teig nun kräftig mit den Händen für ca. 5 Minuten kneten. Eine saubere große Schüssel nehmen und mit einem Esslöffel Olivenöl ausstreichen.
Den Teig hineingeben und mit einem Handtuch abgedeckt an einem warmen Or (z.B. auf der leicht angeschalteten Heizung oder im Backofen nur mit Backofenlicht) für 80 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen ca. verdoppelt hat.Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Den Teig dann quardratisch ausrollen und in ca. 2 cm dicke und ca. 15cm lange Streifen schneiden. Dies funktioniert gut mit einem scharfen Messer oder einem Pizzaschneider. Jeweils zwei der Streifen am oberen Ende zusammendrücken und dann von oben nach unten die beiden Streifen jeweils übereinanderschlagen, so dass eingezwirbelter Stick entsteht. Solange wiederholen, bis der Teig komplett aufgebraucht ist (im Zweifel die entstanden Reste erneut zusammen geben, formen und ausrollen). Die Sticks nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und die Knoblauchzehe pressen und in das Olivenöl geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Stangen mit einem Pinsel mit der Mischung dünn bestreichen. Für ca. 15 Minuten backen, bis die Stangen goldbraun sind. Wer mag, kann noch etwas Parmesan über die lauwarmen Stangen hobeln.

Für den Minzdip alle Zutaten bis auf die Minze ordentlich vermengen, Salz und Pfeffer nach Geschmack hinzufügen. Die Minze sehr klein hacken und untermengen. So einfach geht das.

Brotsticks Parmesan Törtchenzeit

 

Und weißt du was? Vorm Brotbacken hatte ich immer ein klein wenig Schiss. Braucht man aber gar nicht. Ehrlich nicht. Besonders dieses Rezept für wunderbares (und auch optisch verdammt hübsche) Pain d’epi ist in meinen Augen wirklich gelingsicher und nicht besonders schwer. Also trau dich!

Zutaten für 5 Mini Baguettes:
350ml Wasser, lauwarm
12 g frische Hefe
420 g Dinkelmehl
85 g Roggenmehl + 3 EL
1 TL Salz
1 TL Olivenöl
3 EL heller Sesam
Schere
Backpapier
75 ml des Wassers in eine Schüssel geben und die Hefe hineinbröseln, 10 Minuten stehen lassen und kurz verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Beide Mehlsorten in eine große Schüssel geben und darin eine kleine Mulde formen. Die Hefemischung, sowie das restliche Wasser hineingeben und das Ganze zu einem glatten Teig formen. Den Teig in der Schüssel 15 Minuten ruhen lassen und den Teelöffel Salz kurz unterkneten. Eine neue, saubere und große Schüssel mit dem Olivenöl ausstreichen, den Teighineingeben und für 50 Minuten an einem warmen Ort, mit einem Handtuch
abgedeckt (z.B. auf der leicht angeschalteten Heizung) aufgehen lassen. Den Ofen auf 200 Grad (Umluft vorheizen). Den Teig auf die mit 2 EL bemehlte Arbeitsfläche geben und in fünf gleichgroße Stücke teilen. Nun zu fünf gleich dicken Würsten formen, die jeweils ca. 20 cm lang sein sollten.
Die einzelnen Baguettes nun von oben nach unten mit der Schere einschneiden, die Einschnitte sollten alle fünf cm erfolgen und das Baguette fast bodentief eingeschnitten werden. Die Teigfalzen abwechselnd nach rechts und links legen. Den Vorgang mit allen Teigstücken wiederholen, auf das Backpapier legen und jede zweite Falz dünn mit Sesam bestreuen. Dazu die einzelnen Falzen vorher mit dem Finger mit etwas Wasser bestreichen. Die Falzen ohne Sesam dünn mit dem übrig gebliebenen Esslöffel Mehl bestäuben und für 30 Minuten backen. Fertig, dein Pain d’epi. War doch easy oder?
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So, ich bin dann grillen und Brot backen. Was sonst?
Macht es euch schön, es ist Sonntag!
Jessi
PS: Diese Rezepte findest du übrigens auch in der aktuellen Ausgabe des Edekas Kundenmagazin „Mit Liebe“.
PS 2: Die wundervollen Fotos hat die bezaubernste Amanda geschossen, meine Güte! MERCI!

 

Anderes köstliches

Rezept für Schoko-Erdbeerbrownie. Mit Mascarpone. Quark und Liebe.

  • „Wie im Film“
  • „Die Leute sind doch jeck“
  • „Kneif mich mal“ – „fester“ 
  • „Wir haben zu wenig gebacken“ – „Wir haben viel zu wenig gebacken“
  • „Ob wir auch noch was abbekommen?“
  • „Wir sind gleich ausverkauft“
  • „War da nicht vor fünf Minuten noch der Schoko-Erdbeer Brownie?“
Das war so ziemlich genau vor einem Jahr. Die POP up Bakery im heimischen Kölle von mir und meinem liebsten Duttfrollein Dani war schneller ausverkauft als wir guten Appetit wünschen konnten. Der Liebling der Herzchen war ein von mir unterschätzter Schoko-Erdbeer Brownie mit einer gaaaaanz leichten Mascarpone-Quark Creme.
Der kleine Liebling hätte fast nicht das Licht des Ofens erblickt. Im Wahn zwischen Torten, Cupcakes und Muffins stand er nicht mal auf der To Do Liste, wurde aber kurzerhand aus übrig gebliebenen Zutaten zusammengemischt und eroberte im Sturm die Herzchen und verließ das kleine Brownieblech so schnell, dass wir es nicht glauben konnten.
„Unterschätze niemals einen Brownie und schon gar keinen mit Erdbeeren“ rief mir Duttfrollein Dani zu. Alle schrien: Nach dem Rezept. Zugegebenermaßen: Ich habs vergessen. Das Rezept. Bis ich vor ein paar Wochen die ersten Erdbeeren sah. Da erinnerte mich an dich. Du kleiner Brownie. Mischte wieder die gleichen Zutaten wie damals zusammen und fragte mich: „Ernsthaft, warum haben wir uns nicht früher getroffen?“
Um die Wahrscheinlichkeit auf das Minimale zu reduzieren, dass es dir ähnlich wie mir geht, hier das easy Rezept für den Brownie, den du nicht vergessen wirst:

Mascarpone-Schoko Brownie mit Erdbeeren und Minze

Für ca. 12 Stücke

  • 120 g Mehl (Typ 405)
  • 250 g Zucker
  • 85 g Backkakao
  • 225 g Butter, geschmolzen
  • 1 Messerspitze Salz
  • 4 Eier

Für das Mascarpone Frosting

  •  200 g Mascarpone
  • 200 g Quark (20% Fett)
  • 1 Vanilleschote
  • 3 EL feinster Zucker
  • 250 g Erdbeeren
  • 1 Handvoll Minze

Werkzeuge:

  • Tiefes Backblech max. 15×20 cm groß
  • Backpapier

Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen

Mehl, Zucker, Backkakao und Salz zusammengeben und mit einem Löffel gründlich mischen. Die geschmolzene Butter hinzugeben und mit dem elektrischen Rührer oder der Küchenmaschine vermengen. Die Eier nach und nach hinzufügen und nochmals für eine Minute vermengen.

Die Backform mit Backpapier auslegen und den Teig auf das Blech geben und für ca. 12 Minuten backen. Der Brownie sollte auf Druck mit dem Finger noch etwas nachgeben. Bei der Stäbchenprobe mit dem Zahnstocher darf etwas Teig kleben bleiben, dieser sollte aber nicht flüssig sein.

In der Zwischenzeit das Frosting vorbereiten, dazu Mascarpone und Quark in eine Schüssel geben und mit einem Löffel unterheben. Die Vanilleschote mit einem Messer der Länge nach aufschneiden und zusammen mit dem Zucker ebenfalls mit dem Löffel gründlich unterheben. Brownie aus dem Ofen nehmen und komplett auskühlen lassen, sonst verläuft die Creme.

Die Creme gleichmäßig auf dem Brownie verteilen. Erdbeeren waschen, trocken tupfen und entkelchen. Einen Anteil ganz lassen, den anderen halbieren oder vierteln, Brownie mit den Erdbeeren verzieren. Zum Schluss die Minzblätter hinzugeben.

Erdbeeren Törtchenzeit Rezept

War einfacher als du gedacht hast oder?

Mein Rat: Schnell in große Stücke schneiden und  verputzen, es werden andere kommen, die dies sonst für dich übernehmen.

Hab‘ den schönsten Sonntag, mit oder ohne Brownie, so wie du es magst.

All you need is sweet, Jessi.

PS: Die „zum-in-die-Küche-aufhängen-schönen-Fotos“ hat Amanda gemacht, wer sonst? Danach hat sie mindestens 4 Stücke verdrückt. Hups, das sollte ich ja nicht erzählen.

PS 2: Dieses Rezept und drei weitere Erdbeerkracher findest du in der aktuellen „Mit Liebe“, das tollste Kundenmagazin von Edeka.
Eis

Eis Eis Baby! Ein grünes Sommerträumchen aus Minze, Gurke (ja Gurke!), Basilikum und Joghurt (und der Traum vom Sieg heute Abend)

„Eis Eis Tonne“! Kennste nicht? Doch! Der leicht entnervte Mertesacker unserer deutschen Elf, der im Interview nach dem 1:0 gegen Algerien dem Reporter auf die Frage, was er denn jetzt machen würde mit „ich hau mich jetzt in die EISTONNE“ antwortet. Ein legendärer rhetorischer Augenlick der WM 2014.

Gurke Minze Toertchenzeit

Da sind wir auch schon beim Thema. Heute ist er: Der Tag aller Tage. Erlebte ich schon als kleine Jessi 1990 (zwar noch ohne Dutt, aber dafür mit viel hypotetischem Fussballwissen) meinen ersten Weltmeistertitel. Also nicht meinen, sondern der 11 Jungs aus vergangenen Tagen.

Eins habe ich gemerkt: Unter Einsatz meiner Freibadfigur habe ich damals mindestens eine Packung Hanuta täglich gegessen, um endlich das Sammelfoto von Klinsi in den Händen zu halten, dass meine Ma von da an beständig anschmachten konnte. Welch eine Opferbereitschaft ich doch aufbringen konnte. Und heute? Heute himmeln die Mädels bei der WM 2014 nicht Klinsi (ok, manche vielleicht doch, aber der ist ja jetzt raus) an, sondern Manuel Neuer, der ekstatisch gefeiert, bejubelt und angeschmachtet wird. Würde so ein Torwarttrikot nicht so unfassbar beknackt aussehen, nicht so eine komische Farbe haben und nicht ausverkauft sein, dann würde ich mir mit Sicherheit eins zulegen. Heute Abend brauche ich starke Nerven. Hab ich ja eigentlich, aber heute Abend werden diese zuverlässig versagen. Weiß ich jetzt schon. Deshalb hab ich mit köstlichem Beruhigungseis vorgesorgt. Funktioniert natürlich auch außerhalb der WM, nicht nur als Beruhigungsmittel für die Nerven, auch als kulinarisches Highlight (mögen sogar starke Männer gern) und als Abkühlung, die man ja in Teilen Deutschlands bereits gut gebrauchen kann.

Joghurt Minz Gurken Eis Toertchenzeit

Genug davon. Hier das Rezept für das Fünf-Zutaten-Eis, das schneller gemacht ist, als du glauben kannst. Weil ich Eis Eis (Tonne) so mag und in Sachen EIS einfach unersättlich bin:

  • 400 ml Joghurt mit einem Fettanteil von 3,5%
  • 1 Handvoll Minze
  • 1 Handvoll Basilikum
  • 60 g Puderzucker
  • 2 EL Gurkensyrup (z.B. dieses HIER)

Werkzeuge:

  • Standmixer (zur Not alles miniklein via Hand und Messer schnibbeln und mit dem Rührbesen vermengen)
  • Eisform- Set (habe hier DIESES Feine aus der Villa Smilla genutzt)

Alle Zutaten in den Mixer geben und wirklich ganz kurz auf kleiner Stufe verkleinern, dann in die vorgesehenen Behälter füllen. Für  mind. 5 Stunden in den Freezer geben. Zack. Fertig. Wie einfach war das? Ich mags ja einfach. Mit großer Wirkung. Haste hier Beides, hach! Haste schon mal ein einfacheres Eis gemacht? Ich nicht.

Ach ja: zum easy peasy auslösen der Kaltware (Eis) einfach ein wenig heißes Wasser über die Eisform laufen lassen und zack, löst sich die hellgrüne Belohnung verzehrbereit.

Ach ja: Unter uns: unheimlich Kalorienarm ist das schmale Grüne am Stiel auch noch, man munkelt sogar, dass man den Puderzucker noch weglassen kann. Aber ein bisschen Spaß muss sein. Oder gehörst du eher zur  „Abgerechnet wird am Strand“- Fraktion? Ich schwanke ja zuverlässig und tagesformabhängig zwischen beiden. Der Wille ist stark, aber der Geist und das Foodieherzchen einfach zu schwach.

gurken minz eis toertchenzeit

Et is wie et is, et kütt wie et kütt und et hätt noch immer joot jejange, sagt man hier in Köln. Und so wird es heute Abend auch sein. Ich bin maximal aufgeregt und zähle die Stunden. Müller macht bestimmt wieder ein Tor, ich hab das so im Gefühl. Hauptsache wir gewinnen. Muss ja auch nicht wieder so ein abgefahrenes 7:1 sein, ein hübsches 2:0 würde mir so was von reichen.

Eis Toertchenzeit Joghurt

So, ich werf mich in die gold-rot-schwarze Schale, öle mein Stimmchen, freu mich wie verrückt auf heute Abend und schicke Jogi und den Jungs noch ein Eis Eis rüber. Jetzt du: Raus mit der Sprache: Wie ist dein Tipp für heute Abend? Ich bin gespannt!

Hab den schönsten Sonntag, all you need is sweet,

Jessi (großer Fussballfan, zumindest während der WM).

Ps: Stell dir vor: Minze, Gurke, Basilikum. Alles aus dem eigenen Garten. Grüner Daumen olé. Fotos: in Höchstgeschwindigkeit wegen Schmelzgefahr selbst geschossen und dann ebenso allein verzehrt, hihi.)

Cupcakes + Muffins

Erdbeere hoch zwei: Mit sagenhaft fluffigen Erdbeercupcakes und meiner liebsten Limonade + große Überraschung

Ein betroffenes Gesicht mit verständnisvoller und leicht betroffener Miene schüttelt zaghaft mit dem Kopf und signalsiert mir damit: Nein Frau H. (ich) es gibt noch keine Erdbeeren. Das war im Januar, Februar, im März und auch noch bis letzte Woche so. Der April, der macht, was er will. Gut, dass dieser außerordentliche eigenwillige Monat gerade seine letzten Tage zählt und ich abgesehen von Weihnachten, meinem persönlichen Highlight des Jahres – der Erdbeersaison – wie wild entgegenfiebere.

Erdbeeren Toertchenzeit

Jeden Samstag morgen, wenn ich mich auf die zum Glück sehr, sehr kurze Strecke zu unserem kleinen Veedelsmarkt mache, starre ich bereits eingangs auf den Obst- und Gemüsestand meines Vertrauens. Fortan werde ich nicht mehr enttäuscht, denn da sind sie: Erdbeeren – my love. Und plötzlich mutiert die auf nur 169 cm gewachsene Jessi mit ihren zwei menschlichen Armen zu einer Oktupsartigen, achtarmigen Erdbeerkrake, die sich – in der Menge gesehen – die Ernte eines kompletten Erdbeerfeldes sichert.

Bereits auf dem Rückweg mache ich mich über die erste Schale als Naschwerk her und plötzlich nehme ich (obwohl high-end Fußfaul) unzählgie Umwege in Kauf, um die heimliche und voreilige Verzehrzeit auf das maximale herauszögern zu können. Wer aus unerklärlichen Gründen kein Liebhaber des roten Früchtchens ist, für den wird es jetzt schwierig. Leider sehe ich mich genötigt, nicht nur meine persönliche Erdbeersaison einzuläuten, sondern auch die dieses Blogs. Deshalb kredenze ich dir heute gleich zwei feine Rezepte rund um die Lieblingsbeere. Spätestens jetzt höre ich den virtuellen Aufschrei meines Lieblingsmarktfachverkäufermannes: „Die Erdbeere ist doch gar keine Beere! Sie gehört doch zur Familie der Sammelnussfrüchte.“ Weisste bescheid. Und ich auch.

So entschied ich mich vorest für ganz köstliche Cupcakes mit einem himmlisch-wölkchenartigen Frosting (wie schön wäre es denn eigentlich, wenn Wölkchen rosa wären?)

Erdbeer Cupcakes Toertchenzeit

Hier erstmal das Rezept für ein Dutzend Cupcakes (12 Stück)

Für den Teig:

  • 240 g Mehl (TYP 405)
  • 260 g Zucker
  • 2 1/2 TL Backpulver
  • 80 g Butter (Zimmertemperatur)
  • 240 ml Buttermilch
  • 2 Eier
  • Mark einer Vanilleschote
  • 12 Erdbeeren, entkelcht und geviertelt

Für das Frosting:

  • 175 g feinsten Zucker
  • 160 ml Wasser, kalt
  • 2 g Weinstein Backpulver
  • 3 Eiweiß (Zimmertemperatur und am besten Bio)
  • 6 Erdbeeren, püriert
  • 1 EL Puderzucker

Werkzeug:

  • 12 Muffinförmchen
  • Muffinbackblech
  • Pürrierstab
  • Spritzbeutel
  • Spritztülle (ich habe eine Lochtülle verwendet)
  • Sieb

Toertchenzeit Erdbeer Marshmallow cupcakes

Backofen auf 170 Grad, Umluft vorheizen.

Mehl, Zucker, Backpulver und Butter in eine Schüssel geben und solange mit dem Rüher vermengen, bis sich die Butter aufgelöst hat. Die Buttermilch mit den Eiern in eine Schüssel geben, gut verrühren (das klappt wunderbar mit einem Schneebesen) und dann das Vanillemark hinzugeben.

Die Buttermilchmasse zu der trockenen Masse geben und erneut mit dem Rührer vermengen, bis ein homogener Teig entstanden ist. Pro Förmchen eine Erdbeere hineingeben und den Teig gleichmäßig auf die Förmchen verteilen und für ca. 18 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen. Cupcakes beiseite stellen, auskühlen lassen.

In dieser Zeit das himmlische Marshmallow-Frosting vorbereiten. Zunächst einen Topf mit Wasser auf den Herd geben und das Wasser zum kochen bringen. Dazu den Zucker, Wasser und Weinstein Backpulver in Schüssel geben. Die Eier trennen und die Eiweiße ebenso hinzugeben. Mit dem Rührer (oder der Küchenmaschine) leicht schaumig aufschlagen.

Die Schüssel über das kochende Wasser halten und die Masse mit einem Schneebesen non stop verschlagen. Jetzt sind starke Arme gefragt: Rühre solange, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Das merkst du daran, wenn du ein wenig der Masse zwischen zwei Fingern reibst. Merkst du keine Körner mehr, ist die Masse perfekt.

Nun die Schüssel vom Wasserbad wegnehmen für ca. 10 Minuten weiter mit dem Rührer (oder der Küchenmaschine) steif schlagen. Die Masse ist perfekt, wenn sie glänzende Spitzen zieht. Dann das Erdbeerpürre mit einem Löffel unterheben.

Das Frosting nun in den Spritzbeutel (mit Tülle) geben und die Cupcakes damit verziehren.

Toertchenzeit Limonade

Und weils so gut schmeckt noch das Rezept für meine liebste leckerschmecker Limonade, damit kannste nicht nur dich selbst erfrischen, sondern auch alle, die du ganz glücklich machen willst (falls du in der Lage bist zu teilen).

Rezept für ca.1 Liter Leckerschmecker Erdbeerlimo mit Minze und Zitrone

  • 500 Erdbeeren
  • 2 Zitronen
  • 3 EL brauner Zucker
  • 3 Stiele Minze
  • Eiswürfel (nach Gusto)
  • 750 ml Sprudelwasser

Werkzeuge / außerdem:

  • Gläser
  • Strohhalme
  • Pürrierstab
  • Sieb
Die Erdbeeren waschen und entkelchen. Die Erdbeeren in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürrierstab zerkleinern. Die Zitronen halbieren, die Kerne entfernen und auspressen. Das Erdbeermus mit Zucker und dem Zitronensaft mischen. Die Minzblätter sehr fein hacken und zu dem Erdbeermuss geben.
Das Erdbeermuss durch ein Sieb streichen. Die aufgefangene Masse auf die Gläser verteilen und mit dem Mineralwasser aufschütten. Eiswürfel nach Wunsch hinzugeben.

Ich warne dirket vor: Aufgrund der Vorratsanschaffung könnte dies nicht das letzte Rezept in diesem Jungen Jahr gewesen sein. Call me Erdbeerholic. Mit Sahne, Eis, als Eis, als Drink im Gebackenen oder auch gar herzhaft kombiniert bin ich verrückt nach ERDBEEREN. Und wie magst du sie am liebsten?

Wie war das? Das Beste zum Schluss? Is so! Ich rate dir ganz dringend, dass folgende Datum freizuhalten, um egal wie, sei es via Bahn, Auto, zu Fuß, mit dem Hottahü oder gar per Raketenexpress nach Köln zu kommen, denn da haben mein geliebtes Duttfrollein Dani und ich eine ganz schön köstliche Überraschung für euch !

Duttfrolleins save the date

Wie was wo warum? Das erzähle ich dir schon ganz bald! Hauptsache: You save the date!

Happy sunday,

all you need is sweet,

Jessi.

 

PS: Ich bin ganz verknallt in die tollsten Gläser von Blueboxtree, sind die nicht schön? Das feine Tablett auf dem ich die Cupcakes zum servieren platziert habe, habe ich HIER entdeckt.

 

Fotos der Rezepte: selbstgemacht:

Duttfrollein Foto: wundervolle Amanda Berens