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Spekulatius

Allgemein

Der Herbst ist da und ich serviere euch eine große Runde Spekulatius-Schokoladen Macarons, oh ja! (enthält Werbung)

Was war das denn bitte für ein Knaller Sommer ? Hab ich unzählige Arschbömbchen ins kühle Nass gemacht, literweise iced Coffee inhaliert und schätzungsweise 34 Spaghettieis gegessen. Am 1. September war er da. Der meteorologische Herbstbeginn. Zugegeben: Am 1. September war bei 27 Grad hier in Kölle davon noch nichts zu spüren. Aber jetzt : Er ist da und ich freu mich, schön wars mit dir, lieber Sommer, wir sehen uns im nächsten Jahr! Keine zwei Wochen später stehe ich da und gehöre wohl zum prozentual geringeren Anteil, die kleine Freudensprünge machen, wenn sich die Regale im Supermarkt mit Lebkuchen & Spekulatius füllen. Womit wir beim Thema wären. Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V.  hat mich gefragt, ob ich mich meinem persönlichen Endgegner stelle und: I made it ! Und ich verspreche :Ich habe jeden einzelnen der gebackenen Spekulatius – Schokoladen Macarons selbst verdrückt.

Macarons und ich haben ein spezielles Verhältnis. Ich habe es ungelogen öfter probiert als ich zählen kann. Stet’s alles aufs Milligramm abgewogen und tausend andere Parameter beachtet. Das war wahrscheinlich das Problem. Ich war zu verbissen und mein Wunsch zu groß diese köstlichen und so ansehnlichen Teile herstellen zu können. Mein Mann dann so: Stell dich doch mal an wie ein Anfänger. Hab ich dann gemacht und ein paar Tricks beachtet , die ich euch gleich mit runter tippe. Falls ihr mal bei einer Quizshow die mindestens 100.000 Euro Frage beantworten müsst, sag ich euch jetzt, woher der Spekulatius eigentlich kommt: Aus dem Rheinland- woher sonst? Ok, in den Niederlanden findet man auch sein Wurzeln. Seinen Namen verdankt er dem heiligen Nikolaus, der den Beinamen speculator = Bischof trug. Komm, wer wusste es?

Hier aber erstmal das Rezept:

Zutaten für ca. 24 Stück

90 g gemahlene Mandeln ohne Schale, die du noch mal durch ein ganz feinmaschiges Sieb mahlen musst
100 g Puderzucker
10 g Backkakaopulver
60 g ganz frisches Bio Eiweiß Größe M (entspricht etwa 2 Eiweiß)
25 g Feinzucker

 

Für die Füllung:

  • 50 g Zartbitterkuvertüre
  • 90 ml Sahne
  • 2 Spekulatius, sehr sehr fein gemahlen
  • Spritzbeutel
  • Lochtülle

Für die Füllung die Kuvertüre sehr fein mit einem Messer hacken. Die Sahne in einem Topf aufkochen, die Kuvertüre hinzugeben Die Mischung ca. 2 Stunden. kühl stellen, dann mit den Quirlen des elektrischen Rührers in ca. 1 Min. zu einer luftigen Masse aufschlagen, den Spekulatiuscrunch unterheben. In einen Spritzbeutel mit einer Lochtülle füllen und zurück in den Kühlschrank legen.

Nun zu den Macarons: Für die Schalen die Mandeln, Puderzucker und den Backkakao in einer Schüssel vermengen und nochmals alles zusammen durch das feinmaschige Sieb sieben. Das Eiweiß in einen hohen Behälter geben und bei höchster Stufe mit dem elektrischen Rührer zu einem sehr festen Eischnee schlagen und währenddessen den Zucker gleichmäßig einreisen lassen. Drehst du den Behälter um, sollte dieser nicht rausfallen. Nun hebst du mit einem Teigschaber die Mandelmischung ganz vorsichtig unter Eiweiß, dieses darf nicht zusammenfallen, schon gar nicht, darfst du das Ganze rühren. Die Masse in einen Spritzbeutel mit mittelgroßer Lochtülle füllen und auf dem Blech liegende Macaronmatte (oder alternativ auf das Backpapier) 24 Tupfen spritzen, hast du zwei Matten, machst du die nächste Fuhre gleich mit oder wartest bis die erste Ladung fertig ist. Die Rohlinge für 25 Minuten stehen lassen. Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen und auf mittlerer Schiene für 14 Minuten backen. Rohlinge aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Dann jeweils eine Seite mit der Schoko-Spekulatiusfüllung aufspritzen und dann mit einem zweiten Rohling verschließen. Luftdicht verpacken und über Nacht, so schwer es ist, in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag genießen, dann sind sie perfekt durchgezogen.

TiPPS:

  • Zeit, nehmt sie euch, sonst wird das leider nichts
  • Sehr fein gemahlene Zutaten. Habt ihr die nicht, gelingen die Macaron zwar, aber sehen nicht besonders hübsch aus
  • Fettfrei. Sollte die Schüssel sein, in der ihr alles anrührt
  • Backmatte für Macarons- ich muss sagen, dass ich diese jetzt zum ersten Mal benutzt habe und sie so schön gleichmäßig damit wurden!
  • Genauigkeit- bitte alles sehr exakt abwiegen, mir hilft hier immer eine digitale Waage

Traut euch ran. Ehrlich jetzt. Ich werde sie zu Weihnachten (spätestens) wieder backen und unsere Gäste damit verwöhnen.

Und bis dahin, mach ich es mir schön – du dir hoffentlich auch?

All you need Is Sweet,

Jessi

Vielen Dank an den Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V, dass ich euch diese Macarons und Fotos produzieren dürfte!

Cupcakes + Muffins

Soulfood sunday. Klappe die dritte mit herzerwärmenden Bratapfelcupcakes

Hörte man es gestern erstmalig leise, aber doch irgendwie sehr deutlich das erste Mal die berühmt-berüchtigte-jetzt-ist-bald-Weihnachten-Melodie „Last Christmas“ leuten? Sie muss es sein. Ich bin aus dem Häuschen. Obligatorisches Kopfschütteln aus diversen Reihen, wenn der Lieblingssender DEN Song spielt, ignoriere ich mit weltallerbester, vorweihnachtlicher Laune weg. Ich bin bereit für Weihnachten, das Ganze drum und ran. Wetter, Vorfreude, Geschenke, das geliebte zu Hause einen weihnachtlichen Dekorationsoverkill zu verpassen und natürlich…. Soulfood an den schönen Tagen trotz meist grauen Himmel zu verspeisen.

Hach. I am in love mit dieser Vorweihnachtszeit. Immer wieder.

Ich bin ja ein Bratapfellover ohne Gleichen. Ich mag ihn einfach. Den guten, alten Bratapfel. Schnell und zuverlässig zubereitet, zaubert er doch Foodies aller Alterklassen ein maximales Grinsen ins Gesicht. So auch mir – jedes und jedes Mal wieder und wieder und wieder und wieder. In abgewandter Form habe ich ihn euch heute für euch mitgebracht, den kleinen Bratafpelbruder. Den Bratapfelcupcake. Ich warne nicht vor übermäßigen Verzehr, der garantiert nach der unmittelbaren Herstellung eintreten wird, denn isst du sie nicht, wird es garantiert jemand anderes sehr schnell erledigen *ich weiß wovon ich rede*.

Bratapfel Törtchenzeit

Anbei, das lecker schmecker Rezept für 12 Cupcakes:

Zutaten für den Teig:

  • 120 g Mehl
  • ½ EL Backpulver
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 120 g Zucker
  • 40 g Butter
  • 120 ml Buttermilch
  • 1 Ei
  • ½ TL Vanilleextrakt
  • ½ Apfel (z.B. Braeburn)
  • ½ Zitrone

Zutaten für das Frosting:

Zehn kleine Spekulatiuskekse (können natürlich auch selbstgebacken sein, Omi hat bestimmt noch ein tolles Rezept)

  • 200 ml Sahne
  • 75 g Puderzucker

Für die Verzierung

  • ½ Apfel (z.B. Braeburn)
  • 1 TL Apfelsaft
  • 2 EL Rosinen
  • Eventuell weitere 12 kleine Spekulatius zur Zierde, aber nicht notwendig.

Werkzeuge

  • 12 Cupcakeförmchen aus Papier. Hier wurden hellbraune verwendet, aber auch rot oder weiß macht toll als Gewand
  • Muffinblech
  • Spritzbeutel
  • Offene Sterntülle, 15 mm oder Tülle nach Belieben, Hauptsache nicht allzu klein, die Öffnung sollte mindestens 1,5 cm betragen

Den Backofen auf 170 Grad, Umluft vorheizen.

Für den Teig das Mehl, den Zimt, das Backpulver, den Zucker in eine Schüssel geben, Butter mit einem Messer würfeln und ebenfalls zu den anderen Zutaten geben. Mit dem Rührer auf mittlerer Stufe so lange rühren, bis sich die Butter aufgelöst hat.

Die Buttermilch in einen kleinen Behälter füllen, Ei aufschlagen und dazugeben und mit einer Gabel kräftig verrühren. Dann den Vanilleextrakt ebenfalls hinzugeben, erneut verrühren.

Die Flüssigkeit unter Rühren nach und nach zu der Mehlmischung geben, bis ein schöner, zähflüssiger Teig entstanden ist.

Den Apfel schälen, entkernen und in sehr kleine Würfel schneiden, mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit er nicht braun wird. Die Würfel mit einem Löffel unter den Teig heben.

Die Cupcakeförmchen in die Mulden des Bleches stellen und ein wenig mehr als halb voll füllen. Für ca. 18 Minuten in den Ofen geben. Stäbchenprobe nicht vergessen.

Während der Backzeit das Frosting vorbereiten. Dazu die Spekulatius mit einem Mixer (oder in einem Gefrierbeutel und mit Hilfe einer Teigrolle) sehr fein mahlen.

Sahne mit dem Rührer steif schlagen. Sobald die Sahne fester wird, nach und nach den Puderzucker einrieseln lassen. Spekulatius vorsichtig mit einem Löffel oder Spachtel unter das Frosting heben. In einen Spritzbeutel mit Tülle füllen. Sobald die Cupcakes vollständig abgekühlt sind (sonst läuft das Frosting weg), die Creme aufspritzen. Nachdem alle Cupcakes ihr Häubchen haben, noch einmal kurz in den Kühlschrank stellen.Nun die restlichen Apfelstücke in einem Topf geben, Apfelsaft und Rosinen zufügen und ca. 7–10 Min. einköcheln. Die Apfelstücke sollten nicht mehr fest sein, aber auch nicht zerfallen.

Cupcakes aus dem Kühlschrank holen und mit einem Löffel vorsichtig etwas von der Apfelmasse auf das Frosting geben. Wer möchte, kann das kleine Bratapfelspektakel noch mit einem kleinen Spekulatius on top verzieren.

soulfood tannen Törtchenzeit

Ein paar Bratapfelcupcakes und ganz schön glückliche Gesichter später ist es dann heut so weit: Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.

Ich wünsche Euch den köstlichsten Bratapfel-Sonntag, lasst es Euch herrlich schmecken, denn:

All you need is sweet.

Happy erster Advent,

Jessi